Warum Arthur Hayes optimistisch ist: In einem Interview mit Jennifer Sanasie von CoinDesk im Rahmen von Markets Outlook erklärte Hayes, dass sich Hyperliquid durch reale Nutzung statt durch anreizgetriebenes Volumen von konkurrierenden Perpetual-Futures-Börsen abhebt.
- Hayes teilte Sanasie mit, dass er die $HYPE-Position seines Unternehmens im Bereich von 50 bis 55 USD vor dem erwarteten Verkaufsdruck durch Token-Freigaben verkauft habe, anschließend jedoch wieder bullisch wurde, nachdem das Team sich entschieden hatte, den Großteil seiner monatlichen Token-Zuteilungen nicht zu verkaufen.
- Er sagte, dass Hyperliquid basierend auf den Gebühren der letzten 30 Tage weiterhin eine annualisierte Umsatzrate von nahezu 1 Milliarde US-Dollar erzielt.
- Das HIP-3 erlaubnisfreie Listungssystem der Plattform hat den Handel über Kryptowährungen hinaus auf Vermögenswerte wie Öl oder Aktienindizes ausgeweitet.
Was die Aktivität antreibt: Hayes sagte, dass Händler zunehmend Hyperliquid nutzen, um auf Märkte zuzugreifen, die über traditionelle Plattformen nicht verfügbar sind.
- Privatanleger können Vermögenswerte wie Öl oder Nasdaq-Proxies rund um die Uhr 24/7 On-Chain unter Verwendung von Stablecoins und Krypto-Wallets handeln.
- Hayes sagte, dass eine Hebelwirkung von 10x–20x oft verfügbar ist, im Vergleich zu den 2x–3x, die viele Privatanleger auf traditionellen Brokerage-Plattformen erhalten.
- Wochenend-geopolitische Ereignisse, wie plötzliche Konfliktankündigungen, haben Händler dazu veranlasst, Hyperliquid zu nutzen, während die traditionellen Märkte geschlossen sind.
Warum Hyperliquid heraussticht: Hayes argumentierte, dass die Liquiditäts- und Handelskennzahlen von Hyperliquid eine wesentlich authentischere Marktaktivität als bei konkurrierenden dezentralen Börsen aufzeigen.
- Viele konkurrierende Plattformen greifen laut Hayes auf Wash Trading oder Token-Anreizprogramme zurück, um die Aktivität aufzublähen.
- Er bewertet Börsen anhand des Verhältnisses von Handelsvolumen zu offenem Interesse, was seiner Aussage nach dabei hilft, echte Handelsnachfrage zu identifizieren.
- Hayes sagte, Hyperliquid habe das niedrigste Verhältnis unter den großen unbefristeten dezentralen Börsen (DEXs), was auf einen höheren Anteil an „echtem“ Handel hinweist.
- Die Plattform bietet laut seiner Aussage auch den geringsten Slippage bei großen Bitcoin-Perpetual-Trades im Bereich von 100.000 bis 10 Millionen US-Dollar.
Was die These entgleisen könnte: Hayes sagte, dass zunehmender Hype und stärkere Konkurrenz einen potenziellen Ausstiegspunkt signalisieren könnten.
- Er sagte, er werde seine Position überdenken, wenn das Kurs-Gewinn-Verhältnis von $HYPE stark ansteigt und die Marktstimmung überwältigend bullisch wird.
- Ein weiteres Risiko besteht darin, ob Wettbewerber mit niedrigeren Gebühren den etwa 70%igen Anteil von Hyperliquid am Umsatz mit Perpetual-DEXs verringern können.
- Hayes erklärte, dass die Aufrechterhaltung starker Umsätze und anhaltende Zurückhaltung beim Verkauf von Team-Token entscheidend sind, um den Bull-Case zu unterstützen.
Jenseits des $HYPE: Hayes hob ebenfalls datenschutzorientierte Krypto-Projekte als eine sich entwickelnde Erzählung hervor.
- Er sagte, dass Zcash von den wachsenden Bedenken hinsichtlich der Blockchain-Überwachung und der KI-gestützten Transaktionsanalyse profitieren könnte.
- Hayes nannte die kryptographischen Verbesserungen und das Datenschutzmodell von Zcash als Gründe, warum er es gegenüber Alternativen wie Monero bevorzugt.
Bitcoin-Ausblick: Hayes behielt seine aggressive Prognose für Bitcoin bei.
- Er bekräftigte, dass Bitcoin trotz des Verfehlens früherer Ziele bis Ende des Jahres 250.000 US-Dollar erreichen könnte.