- Binance‑Gründer und Ex-Chef Changpeng Zhao hat sich für seine Verhältnisse ungewöhnlich deutlich gegen Vorwürfe gewehrt, die in den vergangenen Tagen bei fallenden Kursen gegen die Kryptobörse erhoben wurden.
- In mehreren Statements machte er klar, dass Verluste im Börsenhandel nicht von der Börse verursacht werden, sondern in der Eigenverantwortung der Kunden liegen. In manchen Beschwerden waren eingefrorene Wallets und Handelsverluste Binance angelastet worden.
Changpeng Zhao widersprach dem scharf: Viele negative Behauptungen über Binance seien „frei erfunden“, und erfahrene Anleger würden solche Meldungen inzwischen „dreifach prüfen“, bevor sie ihnen Glauben schenkten.
Zhao stellte klar, dass Kontensperrungen und verzögerte Auszahlungen nicht durch Social‑Media‑Druck beeinflusst würden. Solche Maßnahmen seien fast immer auf Standard-Verfahren zur Geldwäsche-Prävention, Regulierungsvorgaben oder laufende behördliche Ermittlungen zurückzuführen.
Ein Kunde, der den Tether-Chef Paolo Ardoino öffentlich aufgefordert hatte, „seine Wallet wieder freizuschalten“, wurde von Zhao mit dem Hinweis bedacht, dass es „höchstwahrscheinlich eine Polizeiaktion“ sei, die eben Zeit benötige.
Marktumfeld begünstigt Beschwerden gegen Binance
Die Debatte fällt in eine Phase erhöhter Marktvolatilität. Die Kurse von Bitcoin, Ethereum und BNB gingen in den letzten Wochen deutlich zurück, was bekanntermaßen zu einer Zunahme von Schuldzuweisungen gegenüber den Kryptobörsen führt.
Als weltweit größte Kryptobörse bekommt Binance dabei üblicherweise das Meiste ab. Während einige Kunden Zhaos Forderung nach mehr Eigenverantwortung begrüßten, warfen andere ihm mangelnde Sensibilität gegenüber verunsicherten Tradern vor.
Kenner der Verhältnisse zwischen Kryptobörsen und ihren Kunden weisen unterdessen darauf hin, dass Binance gerade in Stressphasen zeige, wie robust das Unternehmen operiere.
Changpeng Zhaos Kommentare zeigen einen klaren Standpunkt: Binance weigert sich, als Sündenbock für Fehlentscheidungen der Kunden herzuhalten.
Er verweist im übrigen auf durch Regulierung vorgeschriebene Prozesse, die außerhalb der Verantwortung des Unternehmens liegen.
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