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Kraken und Deutsche Börse: Handel mit tokenisierten Aktien

source-logo  crypto-news-flash.com 11 Februar 2026 18:53, UTC
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Alle News durchlaufen eine strenge Faktenprüfung und werden von Blockchain-Experten sowie erfahrenen Brancheninsidern verfasst und redaktionell geprüft.
  • Die Deutsche Börse begann Anfang Februar über die Plattform 360X mit dem Handel so genannter xStocks, die ein 1:1‑Exposure zu realen Aktien und ETFs bieten. Zu den ersten handelbaren Werten gehören Tesla, Nvidia, Alphabet und der SPY‑ETF.
  • Die Papiere sind vollständig durch die mit ihnen verbundenen Aktien besichert und werden in einer insolvenzgeschützten Verwahrungsstruktur gehalten. Das Angebot verbindet TradFi-Mechanismen mit Blockchain‑Technologie und richtet sich an Institutionen.

Die Einführung der xStocks ist das erste erkennbare Ergebnis der schon 2025 angekündigten Kooperation zwischen der Deutschen Börse Group und der US-Kryptobörse Kraken. Der US‑Anbieter steuert seine technologische Expertise und den Tokenisierungsstandard bei, auf dem die xStocks basieren.

Kraken bringt außerdem seine Infrastruktur für Handel, Verwahrung und Abwicklung ein. Es erfolgt eine Anbindung an die FX‑Plattform 360T, die von der Deutsche Börse group und der Commerzbank betrieben wird. Darüber hinaus soll der Einsatz von Kraken Embed für institutionelle Krypto‑Zugänge erfolgen, und es soll Eurex‑Derivate auf Digital-Assets geben, sobald die erforderlichen Genehmigungen vorliegen.

24/7‑Handel statt Börsen-Öffnungszeiten

Ein zentrales Merkmal tokenisierter Aktien ist nicht auf den ersten Blick erkennbar. Während traditionelle Börsen feste Öffnungszeiten haben, können xStocks rund um die Uhr gehandelt werden.

Für Anleger entsteht dadurch ein flexibleres Risikomanagement, insbesondere in Phasen hoher Volatilität und bei marktbewegenden Ereignissen außerhalb regulärer Börsenzeiten. Gleichzeitig bleibt die Preisbildung eng an die verbundenen Aktien gekoppelt. Die Deutsche Börse wird damit zu einem der ersten großen Marktinfrastruktur-Betreiber, der Tokenisierte Wertpapiere in ein traditionell reguliertes Umfeld überführt.

Bedeutung für die DACH‑Region

Bild erstellt mit ChatGPT-KI (DALL·E)

Für die DACH-Region hat die Entwicklung eine besondere Relevanz. Die Deutsche Börse gilt traditionell als konservativ und sicherheitsorientiert. Dass sie nun aktiv in die Tokenisierung einsteigt, verschafft verleiht dem Finanzprodukt eine Reputation bei Institutionen, die es zuvor nicht hatte.

Banken, Vermögensverwalter und Fintechs erhalten erstmals Zugang zu einem standardisierten, regulierten Tokenisierungsprodukt, das sich problemlos in bestehende Prozesse integrieren lässt. Die Partnerschaft mit Kraken zeigt zudem, dass etablierte Akteure zunehmend auf spezialisierte Krypto‑Infrastruktur setzen, um neue digitale Geschäftsmodelle zu erschließen.

Für den Kryptomarkt ist es ein weiterer Schritt in Richtung Mainstream‑Adoption und ein deutliches Signal, dass tokenisierte Wertpapiere künftig eine zentrale Rolle im globalen Finanzsystem spielen können.

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