- Die Innovationseinheit der Commerzbank, neosfer, hat gemeinsam mit DLT Finance und dem Zahlungsdienstleister Tazapay einen Prototyp für grenzüberschreitende Überweisungen auf Stablecoin-Basis entwickelt. In ersten Tests konnten Zahlungen von deutschen Bankkonten auf Konten in Asien in weniger als fünf Minuten abgewickelt werden – ein deutlicher Geschwindigkeitsvorteil gegenüber klassischen Auslandsüberweisungen, die häufig mehrere Tage dauern.
- Im Hintergrund setzt der Prototyp auf regulierte Stablecoins wie USDC und EURC, die über die Blockchains Ethereum und Polygon transferiert werden. Für Endkundinnen und -kunden bleibt die Blockchain-Technologie dabei unsichtbar: Die Abwicklung erfolgt über eine vertraute Banking-Oberfläche, während im Backend SEPA-Zahlungen, On- und Off-Ramp-Prozesse sowie Blockchain-Transaktionen orchestriert werden.
- Besonderes Augenmerk lag auf regulatorischer Konformität. Laut den Projektbeteiligten wurden alle KYC-, AML- und Travel-Rule-Anforderungen vollständig automatisiert umgesetzt. Damit demonstriert das Projekt, dass Stablecoin-Zahlungen auch unter den regulatorischen Rahmenbedingungen der EU – insbesondere mit Blick auf die MiCAR-Verordnung – bankentauglich sein können.
- Der Prototyp unterstreicht das Potenzial von Stablecoins für den internationalen Zahlungsverkehr: schnellere Abwicklung, geringere Reibungsverluste und eine nahtlose Integration in bestehende Bankinfrastrukturen. Nach dem erfolgreichen Testlauf sollen nun konkrete Produktanwendungen für Bankkundinnen und -kunden geprüft werden.
- Bereits 2024 ist die Commerzbank in den Handel mit Kryptowährungen eingestiegen. Gemeinsam mit Crypto Finance, einer Tochter der Deutschen Börse, bietet die nach Bilanzsumme viertgrößte Bank Deutschlands Firmenkunden in Deutschland einen sicheren und einfachen Zugang zu Kryptowerten an.
Commerzbank-Tochter neosfer testet Stablecoins für internationale Zahlungen