- Die dezentrale Derivatebörse Hyperliquid wurde am späten Mittwochabend erneut Ziel eines ausgeklügelten Marktangriffs.
- Laut Onchain-Daten von Lookonchain verlor der hauseigene Hyperliquidity Provider (HLP) dabei rund 5 Millionen US-Dollar, nachdem ein Angreifer den Memecoin $POPCAT manipuliert hatte. Der Memecoin stürzt im Zuge des Angriffs um mehr als 20 Prozent in die Tiefe.
- Der Vorfall erinnert an den sogenannten $JELLYJELLY-Exploit aus dem März. Wie damals nutzte der Angreifer die Mechanismen des Liquiditätspools aus: Über 19 Wallets wurden zuvor rund 3 Millionen USDC von der zentralisierten Börse OKX abgezogen und auf Hyperliquid verteilt.
- Anschließend eröffnete der Akteur massive Long-Positionen im Wert von rund 20 Millionen US-Dollar auf $POPCAT – ein illiquider Solana-Memecoin, bekannt für hohe Volatilität.
- Später zog der Angreifer seine Order zurück, wodurch der Kurs kollabierte. Die Long-Positionen wurden vollständig liquidiert, während der HLP die verlustreichen Positionen übernahm.
- Der Schaden: ein Verlust von 4,9 Millionen US-Dollar – fast der gesamte Monatsgewinn des Pools. Hyperliquid stoppte daraufhin Ein- und Auszahlungen zum HLP.
- Gleichzeitig aktivierte sich der Notfallmechanismus der Arbitrum-Bridge, die den Transfer zwischen Arbitrum und Hyperliquid reguliert.
- Laut Entwicklerteam wurde die Bridge nach einer internen Überprüfung innerhalb von 25 Minuten wieder freigegeben. Die Hyperliquid-L1 selbst blieb funktionsfähig, Ausfälle traten nicht auf.
- In der Community löste der Vorfall hitzige Spekulationen aus. Einige Nutzer vermuten einen gezielten Angriff durch einen zentralisierten Wettbewerber wie Binance. Gründer Changpeng Zhao wies die Anschuldigungen auf X jedoch zurück.
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— CZ 🔶 BNB (@cz_binance) November 12, 2025
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