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Pakistans Regulierungsbehörde verteidigt ihre Position nach Fatwa, die Kryptowährungen als „haram“ einstuft

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Pakistans Aufsichtsbehörde für digitale Währungen forderte weitere Gespräche mit islamischen Gelehrten und Branchenexperten, nachdem eine kürzlich erlassene Fatwa Kryptowährungen für „haram“ (nach islamischem Recht unzulässig) erklärt hatte.

Eine kürzlich erlassene Fatwa – eine maßgebliche Stellungnahme auf Grundlage der Scharia – hat eine große Debatte über Kryptowährungen ausgelöst. Mufti Taqi Usmani, ein renommierter islamischer Gelehrter und ehemaliger Richter am Bundes-Scharia-Gericht, erklärte diese digitalen Währungen für „unzulässig“ (haram).

Bilal bin Saqib, Vorsitzender der pakistanischen Regulierungsbehörde für virtuelle Vermögenswerte (PVARA), trat später mit dem Gelehrten in Kontakt, während Forderungen nach einer weiteren Bewertung des Scharia-Status von Kryptowährungen laut wurden.

Krypto ist nach der Scharia beim Kauf von Waren und Dienstleistungen „haram“

In einer am Freitag veröffentlichten Fatwa entschied Usmani, dass man Kryptowährungen nicht als „maal“ (Vermögen) betrachten sollte. Daher ist es nicht erlaubt, sie zum Kauf von Waren zu verwenden.

Der Gelehrte stützte sich in seiner Erklärung auf Forschungsergebnisse und die Meinungen anderer Experten. Seine Stellungnahme erfolgte als Antwort auf eine kürzlich gestellte Anfrage, ob der Kauf von Büchern mit Kryptowährung gültig sei. Da er der Ansicht ist, dass Kryptowährung „lediglich die Erfassung fiktiver Zahlen auf einem Konto“ sei, erklärte er die Transaktion für ungültig. Demnach muss man die betreffenden Bücher an den Verkäufer zurückgeben und darf sie nicht weiterverkaufen.

Usmanis Erklärung betrifft auch Dienstleistungen: Selbst ein mit Kryptowährung bezahlter Bildungskurs sei ungültig und stelle einen Verstoß gegen die Scharia dar. Folglich dürften die in einem solchen Kurs erworbenen Kenntnisse weder genutzt noch an andere weitergegeben werden. Auch digitale Kursunterlagen bleiben Eigentum des Verkäufers; daher muss man die dazugehörigen Dateien „vollständig löschen“.

Interessanterweise bezog Usmani in seiner pauschalen Äußerung auch Stablecoins mit ein, insbesondere Tethers USDT.

PVARA fordert eine Neubewertung

Saqib verriet, dass er mit Usmani eine „konstruktive Diskussion“ über digitale Währungen geführt habe. Im Mittelpunkt des Gesprächs stand insbesondere deren Status nach der Scharia.

Der PVARA-Vorsitzende drängte auf einen fortgesetzten Austausch zwischen Scharia-Gelehrten, Regulierungsbehörden und Branchenexperten, um Pakistans Herangehensweise an Kryptowährungen neu zu überdenken. Zudem soll sichergestellt werden, dass sich der Sektor an einem Gleichgewicht zwischen islamischen Prinzipien und einem umfassenden Verständnis für neue Technologien orientiert.

Saqib erklärte, dass Blockchain, digitale Währungen, Stablecoins und tokenisierte reale Vermögenswerte (RWAs) ein breites Spektrum an Technologien darstellen. Außerdem betonte er, dass sie unterschiedliche Merkmale und Anwendungsfälle haben, weshalb sie eine „sorgfältige technische Bewertung“ verdienen und nicht „durch eine einzige Brille betrachtet“ werden dürfen.

Dennoch stimmte Saqib der Grundlage der Wissenschaftler zu, pakistanische Verbraucher vor Betrug, Ausbeutung und anderen Formen finanziellen Schadens zu schützen.

Pakistans Akzeptanz von Kryptowährungen

Pakistan bleibt eine der weltweiten Krypto-Hochburgen und belegt den dritten Platz in den Top 20 des „2025 Global Crypto Adoption Index“ von Chainalysis. Auf der Liste liegt es direkt hinter den USA und ist in Asien nach Indien an zweiter Stelle.

Triple A schätzt, dass neun Millionen Pakistaner – das sind 4,1 % der Bevölkerung – Kryptowährungen besitzen. Dabei ist es erwähnenswert, dass der ehemalige Binance-CEO Changpeng „CZ“ Zhao sogar als strategischer Berater für Pakistans Krypto-Rat tätig ist, was zeigt, dass das Land es ernst meint mit dem globalen Ausbau seines Web3-Ökosystems.

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