FBI-Direktor Kash Patel hat es versäumt, den sechsstelligen Kauf von Aktien an Strategy (MSTR), dem weltweit größten börsennotierten Bitcoin-Inhaber, rechtzeitig offenzulegen, so ein Bericht von parteiunabhängiges Nachrichtenportal NOTUS.
Patel kaufte Berichten zufolge am 21. November MSTR im Wert von 100.001 bis 250.000 US-Dollar, meldete den Handel jedoch erst am 26. Mai den Aufsichtsbehörden.
Der Grund für die Verzögerung? Fehlkommunikation. Patel informierte das Amt für Regierungs-Ethik darüber, dass er die Transaktion „versehentlich aufgrund einer nicht näher spezifizierten ‚Fehlkommunikation‘“ nicht angegeben habe.
Laut dem Gesetz „Stop Trading on Congressional Knowledge“ (STOCK Act) müssen hochrangige Exekutivbeamte Einzelaktientransaktionen über 1.000 US-Dollar innerhalb von 45 Tagen nach dem Geschäft öffentlich offenlegen.
Der Handel zieht aufgrund der $BTC-Akkumulationsgeschäfte von Strategy und der vorherigen Zusammenarbeit mit Bundesbehörden intensive Prüfungen durch staatliche Aufsichtsbehörden auf sich.
Das Unternehmen, das laut NOTUS im Laufe der Jahre Geschäfte in Millionenhöhe mit dem Justizministerium abgewickelt hat, bezeichnet sich selbst als „Bitcoin Treasury Company“ und sammelt $BTC als primären Reservewert aktiv an. Seit 2020 hat das Unternehmen einen Coin-Bestand von 847.363 $BTC aufgebaut, der zum Zeitpunkt dieses Schreibens einen Wert von über 50 Milliarden US-Dollar hat.
Das FBI untersucht aktiv Kryptowährungsbetrug, insbesondere betrügerische Investitionsmodelle, und Direktor Patel hat zuvor die hohe Erfolgsbilanz seiner Behörde im Kryptobereich gelobt.
In einem Schreiben vom 28. Mai erklärte der stellvertretende stellvertretende Generalstaatsanwalt William Taylor, dass der Kauf keinen Interessenkonflikt darstelle. Regierungsaufsichtsbehörden sind jedoch anderer Meinung. Dylan Hedtler-Gaudette vom Project on Government Oversight sagte gegenüber NOTUS, dass Patels verspätete Meldung „das Gesetz verletze – anders lasse es sich nicht ausdrücken“ und erneuerte die Forderungen, bundesstaatlichen Beamten den Handel mit Aktien zu verbieten.
Während Erstverstöße gegen den STOCK Act mit einer Geldstrafe von 200 US-Dollar geahndet werden, stellte ein FBI-Beamter fest, dass das Justizministerium (DOJ) Patel nicht bestraft hat und seine Offenlegung inzwischen geändert und genehmigt wurde.
Die Aktie von Strategy hat seit Patels Kauf etwa die Hälfte ihres Wertes verloren, doch das Unternehmen bleibt ein Eckpfeiler der institutionellen Krypto-Investitionen.