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Bank of England legt endgültige Stablecoin-Regeln vor, lockert zentrale Vorschläge

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Die Bank of England hat am Montag ihre endgültige Stellungnahme zur Politik und den Entwurf eines Verhaltenskodex für systemische Stablecoin-Emittenten veröffentlicht. Dabei wurden einige der Vorschläge aus der Konsultation des vergangenen Jahres abgeschwächt und ein klarerer Fahrplan für die Entwicklung regulierter Stablecoins im Vereinigten Königreich dargelegt.

Die Zentralbank erklärte, das Rahmenwerk habe zum Ziel, sichere Innovation zu unterstützen und zugleich zu ermöglichen, dass in Großbritannien ausgegebene Stablecoins sich als vertrauenswürdige Form digitalen Geldes etablieren.

BoE ersetzt Halteobergrenzen durch Emissions-Grenze

Die Entscheidung bedeutet eine Abkehr von den früheren Konsultationsvorschlägen der Zentralbank.

Anstatt zu begrenzen, wie viel eines Stablecoins ein Individuum halten darf, erklärte die Bank, sie werde die Gesamtmenge beschränken, die während der Übergangsphase von jedem systemischen Stablecoin ausgegeben werden darf.

Laut der BoE soll die Emissions-Grenze den Zugang der Wirtschaft zu Krediten sichern und gleichzeitig die operative Komplexität vermeiden, die mit Haltebegrenzungen einhergeht.

Die Zentralbank sagte, der überarbeitete Ansatz werde dasselbe politische Ergebnis liefern, sei aber „günstiger und einfacher umzusetzen“, während er Haushalten und Unternehmen die uneingeschränkte Nutzung von Stablecoins ermögliche.

Die Bank erklärte, die £40 Milliarden umfassende Grenze werde regelmäßig überprüft und aufgehoben, sobald die Risiken für die Kreditbereitstellung adressiert seien.

Regeln zu Sicherungswerten nach Rückmeldungen gelockert

Die Policy-Erklärung und die Entwurfsregeln spiegeln nach Angaben der BoE die Rückmeldungen aus der letztjährigen Konsultation mit der Branche und anderen Interessengruppen wider.

Zu den wichtigsten Überarbeitungen zählt, dass die Bank den maximalen Anteil der Sicherungswerte erhöht hat, den systemische Stablecoin-Emittenten in verzinslichen Anlagen halten dürfen.

Unter dem endgültigen Rahmen dürfen Emittenten bis zu 70 % der Sicherungswerte in kurzfristigen britischen Staatsanleihen halten, gegenüber zuvor vorgeschlagenen 60 %.

Der verbleibende Anteil muss in Einlagen bei der Zentralbank gehalten werden.

Die BoE erklärte, diese Zentralbankeinlagen würden Emittenten dabei helfen, Rücknahmeanfragen zügig zu erfüllen, während die überarbeitete Asset-Mischung tragfähigere Geschäftsmodelle unterstütze, ohne die Fähigkeit der Emittenten zu gefährden, mit Mittelabflüssen umzugehen.

Die Zentralbank sagte, das Rahmenwerk ziele darauf ab, Stablecoin-Emittenten genügend Klarheit zu geben, um zu innovieren und zu skalieren, während gleichzeitig Widerstandsfähigkeit, Vertrauen und Glaubwürdigkeit des Geldes erhalten bleiben.

Bank und FCA koordinieren umfassendes Stablecoin-Regime

Die Bank of England erklärte, sie arbeite eng mit der Financial Conduct Authority zusammen, um ein durchgehendes regulatorisches Regime für Stablecoins im Vereinigten Königreich zu schaffen.

Zur Arbeit gehört die Entwicklung eines gesteuerten Übergangsprozesses für Unternehmen, wenn sie vom nicht-systemischen zum systemischen Betreiber werden.

Die BoE kündigte an, weitere Details zusammen mit den endgültigen Regeln der FCA zu veröffentlichen.

Sarah Breeden, stellvertretende Gouverneurin für Finanzstabilität, bezeichnete die Veröffentlichung der Policy-Erklärung und des Entwurfs der Regeln als einen bedeutenden Schritt im Zahlungsverkehrs- und Digitalgeldrahmen des Vereinigten Königreichs.

„Dies ist ein wichtiger Meilenstein zur Schaffung größerer Auswahl und Innovation im britischen Zahlungsverkehr. Innovation gedeiht auf Vertrauen. Und heute haben wir die Grundlagen dieses Vertrauens für eine neue Form von Geld gelegt: mit schneller Einlösbarkeit, starken Schutzmechanismen und Unterstützung durch die Zentralbank. Dies ist wahrhaft ein weltweit führendes Regime“, sagte Breeden.

Endgültige Regeln bis Ende 2026 erwartet

Die Bank teilte mit, Stakeholder hätten bis zum 22. September 2026 Zeit, Rückmeldungen zum Entwurf des Verhaltenskodex einzureichen.

Vorbehaltlich dieser Rückmeldungen beabsichtigt sie, den Kodex bis Ende 2026 zu finalisieren.

Weitere unterstützende Materialien werden voraussichtlich folgen, während die Bank ihre gemeinsame Arbeit mit der FCA fortsetzt.

Es wird erwartet, dass das Rahmenwerk regulierten Stablecoins ermöglicht, ab 2027 im Vereinigten Königreich zu operieren. Damit wird der Grundstein für ein formelles Regime für systemische Emittenten und eine breitere Einführung digitaler Zahlungsinnovationen unter Aufsicht der Zentralbank gelegt.

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