Die italienische Großbank Intesa Sanpaolo, deren Wealth-Management-Sparte ein verwaltetes Vermögen von 909 Milliarden EUR ausweist, hat ihr Engagement in BlackRocks Bitcoin-ETF deutlich zurückgefahren. Die Zahl der gehaltenen IBIT-Anteile sank von 646.809 auf 40.723. Der verbliebene Bestand hatte umgerechnet einen Wert von knapp 2,87 Millionen EUR.
Gleichzeitig baute die Bank ihre Position im Staking-Ether-Produkt ETHB aus. Der Bestand stieg von 116.200 auf 349.600 Anteile und erreichte umgerechnet einen Wert von knapp 17,9 Millionen EUR.
Intesa reduziert IBIT-Bestand um mehr als 93 Prozent
Der Abbau der IBIT-Position entspricht einem Rückgang von mehr als 93 Prozent gegenüber dem vorherigen Quartal. Zum Stichtag 30. Juni 2026 verblieb damit nur noch ein vergleichsweise kleiner Bestand im an den Bitcoin-Kurs gekoppelten Fonds.
Auch bei den Optionen auf IBIT veränderte Intesa Sanpaolo ihre Positionierung. Die gemeldete Call-Position wurde deutlich verkleinert, während erstmals zugleich eine Put-Position ausgewiesen wurde. Daraus lässt sich allerdings keine klare negative Einschätzung der Bank zu Bitcoin ableiten.
Im Gegenzug erhöhte Intesa Sanpaolo ihr Engagement im BlackRock-Fonds ETHB deutlich. Das Produkt bildet die Kursentwicklung von Ether ab und berücksichtigt zusätzlich Erträge aus dem Staking eines Teils der gehaltenen Token. Institutionelle Investoren erhalten damit Zugang zu Ether und möglichen Protokollerträgen innerhalb einer regulierten, börsengehandelten Wertpapierstruktur.
Mit 349.600 Anteilen hielt die Bank zum Quartalsende rund dreimal so viele ETHB-Papiere wie noch drei Monate zuvor. Die Verschiebung bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass Intesa Sanpaolo Ether grundsätzlich höher gewichtet als Bitcoin.
Wie bei Bitcoin auch, zeigen die 13F-Daten lediglich die gemeldeten US-Wertpapierbestände zu einem bestimmten Stichtag und erlauben keinen vollständigen Einblick in die übergeordnete Anlagestrategie der Bank.
Wie wir zuletzt berichteten planen die Sparkassen in Deutschland ihren Kunden ab Oktober den Handel mit Bitcoin, $ETH, XRP, Solana und Polygon zu ermöglichen. Darüber hinaus gab die größte Bank Russlands bekannt, den Bitcoin- und Kryptohandel ab November für ihre Kunden freizugeben.
Die Tessiner Kantonalbank BancaStato nimmt ebenfalls Kryptowährungen in ihr reguläres Produktangebot auf. Kunden aus dem Privat- und Firmenkundengeschäft erhalten damit Zugang zu Bitcoin, Ethereum, Solana und Litecoin, ohne dafür eine externe Handelsplattform nutzen zu müssen.