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Der traditionelle 9-bis-17-Bankarbeitstag geht offiziell dem Ende entgegen, sagen Führungskräfte von Morgan Stanley

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Die Finanzbranche bewegt sich laut Führungskräften von Morgan Stanley auf eine Welt zu, in der die Märkte niemals schließen, Zahlungen in Echtzeit abgewickelt werden und Investoren rund um die Uhr Zugang zu ihrem Geld erwarten. Sie sagen, dass die Tokenisierung die Abkehr von den traditionellen Banköffnungszeiten beschleunigt.

In einer Podiumsdiskussion über digitale Vermögenswerte erklärte Betsy Graseck, globale Leiterin für Banken- und diversifizierte Finanzforschung bei Morgan Stanley, dass der Übergang zu tokenisierten Vermögenswerten weit mehr als Kryptowährungen betrifft. Vielmehr liege der Schwerpunkt darauf, die Finanzinfrastruktur für eine stets aktive Wirtschaft neu zu gestalten.

"Ich formuliere es so: Schauen Sie, das sind die letzten Zeiten der Bankierstunden", sagte Graseck. "Ihre Mentalität des Stapelverarbeitens wird der Vergangenheit angehören."

Der Kommentar spiegelt einen breiteren Trend wider, der sich auf den Finanzmärkten abzeichnet. Banken, Börsen und Verwahrer investieren in Technologien, die es ermöglichen, Vermögenswerte rund um die Uhr, sieben Tage die Woche zu bewegen, und nicht nur während der Geschäftszeiten. Während Kryptowährungen gezeigt haben, dass rund um die Uhr gehandelte Märkte möglich sind, erklärten Führungskräfte, dass dieselbe Infrastruktur zunehmend auch auf traditionelle Vermögenswerte angewendet wird.

Morgan Stanley hat sein Angebot an digitalen Vermögenswerten im vergangenen Jahr kontinuierlich ausgeweitet. Das Unternehmen begann kürzlich, über seine E*TRADE-Plattform den Spot-Handel mit Bitcoin BTC$63,807.92, Ether (ETH) und Solana (SOL) anzubieten und erweiterte gleichzeitig den Zugang zu Kryptowährungs-ETFs für vermögende Privatkunden. Im Bereich Asset Management brachte Morgan Stanley Anfang dieses Jahres seinen ersten Spot-Bitcoin-ETF auf den Markt, gefolgt von Spot-Ether- und Solana-ETFs in dieser Woche, was den umfassenderen Vorstoß des Unternehmens widerspiegelt, der wachsenden Investorennachfrage nach digitalen Anlageprodukten gerecht zu werden.

Graseck erklärte, dass die Investorennachfrage sich nicht mehr ausschließlich auf Bitcoin oder andere Kryptowährungen konzentriert. Institutionen richten ihr Augenmerk nun auf die Tokenisierung, da diese die Liquidität von Bargeld verbessern, die Effizienz von Sicherheiten erhöhen und neue Investitionsmöglichkeiten schaffen kann.

"Wenn Sie Ihre Zahlungsinfrastruktur nicht modernisieren, um sich auf die Verlagerung der Zahlungsströme zu digitalen Vermögenswerten einzustellen, positionieren Sie sich nicht für Wachstum," sagte sie.

Sie fügte hinzu, dass Unternehmen, die den Trend ignorieren, Gefahr laufen, ins Hintertreffen zu geraten, da sich immer mehr Finanzaktivitäten auf blockchain-basierte Infrastrukturen verlagern.

Die Diskussion machte deutlich, dass die Tokenisierung bereits über die Theorie hinausgeht. Denny Galindo, Investmentstratege bei Morgan Stanley Wealth Management, erklärte, dass tokenisierte Geldmarktfonds und Aktien in diesem Jahr schnell gewachsen sind und prognostizierte, dass sie viele Investoren mit der Blockchain-Technologie vertraut machen werden, bevor diese jemals eine Kryptowährung kaufen.

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