Ein Update mit weitreichenden Auswirkungen
Die Wall-Street-Bank hat ihre S-1-Registrierungsanträge für die geplanten Spot-Ether- und Solana-Fonds aktualisiert, wobei Coinbase die Verwahrung übernimmt und das Staking ermöglicht, in Zusammenarbeit mit BNY Mellon (wobei Letzteres als gemeinsamer Verwahrer für den Morgan Stanley Ethereum Trust und den Morgan Stanley Solana Trust benannt wurde).
In den Unterlagen steht das Staking weiterhin im Mittelpunkt der Produktgestaltung. Der Ethereum-Trust beabsichtigt, unter normalen Bedingungen 50 % bis 80 % seiner Ether zu staken, während der Solana-Trust bis zu 100 % seiner SOL staken könnte, wobei ein Teil für Rücknahmen und Aufwendungen liquide gehalten wird. Staking-Anbieter und Verwahrstellen würden sich 5 % der Erträge teilen, während 95 % jedem Trust zufließen.
In früheren Antragsrunden wurden Figment Inc., Galaxy Blockchain Infrastructure LLC und Coinbase Canada Inc. als Staking-Dienstleister genannt. Das Ethereum-Produkt soll unter dem Tickersymbol MSSE gehandelt werden, während der Solana-Fonds an der NYSE Arca als MSOL notiert werden soll.
Beide Fonds sind mit einer jährlichen Sponsorgebühr von 0,14 % verbunden. Wie Bitcoin.com News im Juni berichtete, legte Morgan Stanley diese Gebühr von 0,14 % in seiner zweiten Änderungsrunde fest und unterbot damit das Ether-Produkt von Grayscale mit einer Gebühr von 0,15 % – was zu diesem Zeitpunkt die niedrigsten Gebühren auf dem Markt darstellte.
Ein Gebührenkrieg nach bewährtem Schema
Die aggressive Preisgestaltung folgt einer Strategie, die die Bank bereits erprobt hat. Der Bitcoin Trust (MSBT) von Morgan Stanley verzeichnete nach seiner Auflegung im April 2025 mit demselben Niedrigpreisansatz Zuflüsse in Höhe von 300,7 Millionen US-Dollar, und das Unternehmen strebt nun Marktanteile bei Ether- und Solana-Produkten an, da sich der Gebührenwettbewerb unter den Emittenten verschärft.
Das rasante Tempo der Änderungen (sei es bei den ursprünglichen Einreichungen im Januar, den Überarbeitungen am 18. Juni und nun der Aktualisierung vom 14. Juli) deutet auf einen aktiven Dialog mit der Securities and Exchange Commission (SEC) hin. Aufeinanderfolgende S-1-Aktualisierungen deuten in der Regel darauf hin, dass sich die Aufsichtsbehörden mit einem Antrag befassen, anstatt ihn einfach liegen zu lassen.
Die Genehmigung steht noch aus, und die SEC hat sich noch nicht auf einen Zeitplan festgelegt. Der nächste wichtige Meilenstein, den es zu beobachten gilt, ist eine abschließende Runde von Änderungen zur Festlegung der Auflegungsmodalitäten. Dabei wird sich zeigen, ob der größte Vermögensverwalter der Wall Street seinen 19.000 Beratern Staking-fähige Ether- und Solana-Fonds anbieten kann (und ob die Gebühr von 0,14 % im Wettbewerb mit Konkurrenten, die bereit sind, noch niedrigere Gebühren anzubieten, bestehen bleibt).