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Krypto-Daten-Unternehmen Dune entlässt 25 Prozent seiner Belegschaft wegen KI

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Das Krypto-Daten-Unternehmen Dune hat angekündigt, 25 Prozent seiner Belegschaft zu entlassen. Mit dieser Umstrukturierung will das Unternehmen sich stärker auf seine Kernprodukte konzentrieren und gleichzeitig mehr in künstliche Intelligenz und institutionelle Krypto-Lösungen investieren.

Mitbegründer und CEO Fredrik Haga machte die Nachricht auf X bekannt. Er betonte, dass die Umstrukturierung Dune effizienter in einem schnelllebigen Markt agieren lassen soll.

„Wir strukturieren Dune um, um unseren Fokus auf die Kerndatenprodukte zu schärfen, auf die Tausende Kunden in der Krypto-Branche angewiesen sind“, schrieb Haga.

Wie viele Mitarbeiter genau gehen müssen, wurde nicht bekannt gegeben. Auf LinkedIn ist vermerkt, dass Dune etwa 150 Mitarbeiter hat, was bedeutet, dass Dutzende von Arbeitsplätzen verloren gehen.

Dune möchte mit KI schneller wachsen

Laut Haga bleibt Dune trotz der Entlassungen finanziell stabil. Das Unternehmen plant vielmehr, verstärkt in KI-Technologie und Dienstleistungen für große Finanzinstitute zu investieren.

Ein wichtiger Bestandteil dieser Strategie ist das sogenannte Model Context Protocol von Dune. Diese Technologie ermöglicht es KI-Systemen, direkt mit der Dune-Plattform zu interagieren. Dadurch können Nutzer Daten einfacher analysieren und Dashboards erstellen, ohne dass sie umfangreiche technische Kenntnisse oder Programmiererfahrung benötigen.

Nach Angaben von Dune wird dadurch die Nutzung von Blockchain-Daten für Unternehmen und Analysten erleichtert.

Darüber hinaus sieht das Unternehmen große Chancen im Wachstum sogenannter On-Chain-Finanzprodukte. Dabei werden traditionelle Anlagen wie Aktien, Anleihen und Währungen zunehmend über die Blockchain abgewickelt.

KI führt zu mehr Entlassungen in der Kryptobranche

Die Entlassungen bei Dune sind kein Einzelfall. Sowohl in der Kryptowelt als auch im Technologiesektor insgesamt führen Unternehmen aufgrund des schnellen Aufstiegs von KI Umstrukturierungen durch.

Zunehmend setzen Unternehmen KI ein, um Prozesse zu automatisieren und effizienter zu arbeiten. Das führt in einigen Fällen zu Arbeitsplatzverlusten.

So kündigte etwa die Kryptobörse Coinbase Anfang Mai an, rund 14 Prozent ihrer Belegschaft, das entspricht etwa 700 Mitarbeitern, zu entlassen. Auch hier spielte der verstärkte Einsatz von KI eine entscheidende Rolle.

Zudem stellte die Krypto-Nachrichtenseite DL News kürzlich ihren Betrieb ein. Laut dem Unternehmen führten KI-generierte Suchergebnisse dazu, dass weniger Besucher über Suchmaschinen auf die Website gelangten.

Die Krypto-Industrie hat bereits über 5.000 Jobs verloren

Durch die Entlassungen bei Dune erhöht sich die Gesamtzahl der in diesem Jahr in der Kryptobranche abgebauten Stellen auf über 5.000.

Der größte Stellenabbau fand bei Block, dem Unternehmen des Twitter-Mitgründers Jack Dorsey, statt. Anfang 2026 wurden dort rund 4.000 Mitarbeiter entlassen, was fast der Hälfte der gesamten Belegschaft entspricht.

Auch die Kryptobörsen Gemini und Crypto.com führten in diesem Jahr Entlassungen durch. Beide Unternehmen nannten KI und Effizienzsteigerungen als wesentliche Gründe für die Umstrukturierungen.

Doch nicht nur die Kryptobranche ist betroffen. Laut Angaben von Layoffs.fyi haben Tech-Unternehmen weltweit im Jahr 2026 bereits fast 109.000 Stellen gestrichen.

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