Das eigens für Privatanleger aufgelegte Investmentvehikel von Robinhood hat eine kleine Beteiligung am nicht-börsennotierten Unternehmen OpenAI erworben, teilte die Handelsfirma am Mittwoch mit.
Der Robinhood Ventures Fund I (RVI), der Anlegern Zugang zu privaten Technologieunternehmen bietet, investierte 75 Mio. USD in das Unternehmen für künstliche Intelligenz.
Der Fonds ging im März an die Börse und wurde an der New York Stock Exchange zum Handel zugelassen.
Strategischer Vorstoß in die Künstliche Intelligenz
„OpenAI ist eines der führenden Unternehmen im Bereich der Künstlichen Intelligenz, und wir sind außerordentlich stolz, sie dem Fonds hinzuzufügen“, sagte Sarah Pinto, Präsidentin des Robinhood Ventures Fund I, in einer Erklärung, wie in einem CNBC-Bericht zitiert.
Sie fügte hinzu: „Als eine der bislang größten Investitionen des RVI unterstreicht dies unsere Kernmission, Privatanlegern Zugang zu verschaffen zu dem, was wir für transformative Unternehmen halten, die die Zukunft gestalten.“
Die Investition ist im Vergleich zu OpenAIs milliardenschweren Finanzierungsrunden relativ klein.
Sie stellt jedoch dennoch eine bedeutende Position dar.
Sie verschafft Privatanlegern indirekten Zugang zu einem der einflussreichsten Unternehmen im Bereich der Künstlichen Intelligenz.
Folgt auf frühere Spannungen
Der Schritt folgt auf eine hochkarätige Auseinandersetzung zwischen den beiden Unternehmen.
Letzten Sommer kritisierten OpenAI und dessen Gründer Sam Altman öffentlich Robinhoods Pläne, tokenisierte Aktien anzubieten.
Die Kritik folgte, nachdem Robinhood begonnen hatte, Nutzern in Europa tokenisierte Anteile an OpenAI und SpaceX anzubieten.
OpenAI stellte klar, dass solche Aktien-Token keine tatsächlichen Unternehmensanteile repräsentieren.
Wachsende Nachfrage nach privatem Zugang zu KI-Unternehmen
Die jüngste Investition unterstreicht die starke Nachfrage von Privatanlegern nach Zugang zu führenden Unternehmen im Bereich der Künstlichen Intelligenz.
Unternehmen wie OpenAI, Anthropic und xAI haben erhebliches Interesse geweckt.
Diese Nachfrage wird durch den breiteren Trend getrieben, dass wachstumsstarke Technologieunternehmen länger privat bleiben.
Diese Unternehmen verschieben Börsengänge.
Stattdessen führen sie große private Finanzierungsrunden durch.
Das ermöglicht ihnen, Kontrolle zu behalten und öffentlichen Marktdruck zu vermeiden.
Infolgedessen ist der frühzeitige Zugang zu solchen Unternehmen für Privatanleger zunehmend attraktiv geworden.
Viele suchen nach Möglichkeiten, in Firmen zu investieren, bevor diese an die Börse gehen.
Investoren äußern Bedenken wegen Strategieänderung bei OpenAI
OpenAIs gemeldete Bewertung von 852 Mrd. USD wird laut einem Bericht der Financial Times von einigen seiner Investoren kritisch hinterfragt, da das Unternehmen auf unternehmensorientierte Angebote umsteuert.
Die Bedenken entstehen, weil das KI-Unternehmen seine Strategie anpasst, um der sich verschärfenden Konkurrenz zu begegnen, was unter den Geldgebern Debatten darüber auslöst, ob es den Fokus verliert.
Breiteres Portfolio des Fonds
Der Robinhood Ventures Fund I hält bereits Beteiligungen an mehreren hochkarätigen privaten Unternehmen.
Dazu gehören Databricks, Revolut und Oura.
Die Aufnahme von OpenAI stärkt die Ausrichtung des Fonds auf wachstumsstarke Sektoren weiter.
Sie steht auch im Einklang mit Robinhoods Strategie, Privatanlegern den Zugang zu privaten Marktinvestitionen zu erweitern.
Die Entwicklung zeigt, wie die Künstliche Intelligenz weiterhin das Interesse der Investoren dominiert.
Sie unterstreicht zudem die zunehmenden Anstrengungen von Finanzplattformen, die Lücke zwischen Privatanlegern und Chancen am privaten Markt zu schließen.
invezz.com