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Polymarket-Insider entlarvt: Soldat wettete auf Maduro-Verhaftung

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Polymarket-Insider entlarvt: Soldat wettete auf Maduro-Verhaftung

Der US-amerikanischen Justiz ist es offenbar gelungen, einen Insider zu entlarven, der sein exklusives Wissen nutzte, um es auf Polymarket zu monetarisieren. Das US-Justizministerium gab gestern in einer Pressemitteilung bekannt, den Soldaten Gannon Ken Van Dyke wegen drei Verstößen gegen das Terminbörsengesetz anzuklagen.

🇺🇸🇻🇪 A U.S. Special Forces soldier, Master Sgt. Gannon Ken Van Dyke, was charged after betting on Nicolás Maduro’s capture shortly before the operation.

He wagered around $33,000 and made over $400,000.

Follow: @europa pic.twitter.com/57eKGUk6EY

— Europa.com (@europa) April 24, 2026

Darüber hinaus soll Van Dykes Tat auch als Überweisungsbetrug sowie als unrechtmäßige Transaktion gelten. Addiert könnte er für diese fünf Vorwürfe eine Haftstrafe in Höhe von maximal 60 Jahren erhalten.

Weil sein Vorgehen gegen den Verschluss vertraulicher staatsinterner Informationen verstieß, könnte die Klage mit einer empfindlichen Strafe enden. Van Dyke ist Mitglied von Spezialeinsatzkräften und war persönlich an der Planung und Durchführung der Operation Absolute Resolve involviert.

Unter dem Namen Absolute Resolve planten die US-amerikanischen Streitkräfte eine Invasion Venezuelas, die mit der Festnahme und Extraktion des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro endete. Maduro befindet sich seither in den Vereinigten Staaten von Amerika in Haft.

Van Dykes Insidertrading erregte bereits im Januar Aufmerksamkeit. Blockchain-Analysten bemerkten den Vorfall und rechneten ihm damals dem engsten Kreis um US-Präsident Donald Trump zu.

Insider who made $400,000 on Maduro's capture at Polymarket – could turn out to be someone connected to Steven Charles Witkoff (WLFI Co-Founder)

The entire CT was talking yesterday about an insider who placed around $32k just a few hours before the well–known events in… pic.twitter.com/IXfTYOTMZs

— Andrew 10 GWEI (@Andrey_10gwei) January 4, 2026

“Van Dyke soll seine Kameraden verraten haben, indem er geheime Informationen zu seinem eigenen finanziellen Vorteil nutzte“, sagte der stellvertretende FBI-Direktor James C. Barnacle Jr. „Van Dyke erzielte Gewinne in Höhe von mehr als 400.000 Dollar, indem er mit verschiedenen Ereignissen im Zusammenhang mit Venezuela handelte, nachdem er aufgrund seiner Rolle als Soldat der US-Armee von der Operation erfahren hatte”, legte das Justizministerium gestern dar.

Nur Stunden vor seinem Einsatz wettete der Soldat mit 32.000 US-Dollar auf eine Invasion Venezuelas durch US-Streitkräfte, auf den Kriegsausbruch zwischen beiden Ländern sowie auf die Auswechslung des venezolanischen Präsidenten auf dem Prognosemarkt Polymarket. Weil die drei Wetten bis dahin als äußerst spekulativ galten, erzielte er erhebliche Gewinne in Höhe von rund 410.000 US-Dollar.

So spürten Ermittler den Insider auf

Aus der öffentlichen Darstellung des Justizministeriums geht hervor, wie es Ermittlern gelungen sein soll, den Täter aufzuspüren. Der Insider hatte sein Konto auf Polymarket auf seine persönliche E-Mail-Adresse registriert.

Erst nachdem der Insidertrade in der Öffentlichkeit Aufmerksamkeit erlangte, versuchte Van Dyke, seine Identität zu verschleiern. So bat er Polymarket um die Löschung des Kontos, da er die Kontrolle darüber verloren habe.

Nach dem Ausgang der Wette sendete Van Dyke seine Profite zunächst an einen ausländischen Krypto-Dienstleister, bei dem er das Geld anlegte. Augenscheinlich sendete er die Gewinne auch an ein Konto bei einer Krypto-Börse.

Weil er dies nachträglich als Fehler ausmachte, versuchte er seine Beteiligung zu vertuschen. Die mit der Krypto-Börse verbundene E-Mail-Adresse wechselte er, da die erste Adresse seinen Klarnamen enthielt. Die Vertuschung von Informationen konnte Van Dyke letztlich nicht vor den Ermittlungen schützen.

Auf X sorgt die Klage für erhebliche Kritik an der US-Politik. Nutzer werfen Politikern ausuferndes Insidertrading vor, das ungesühnt bleibe. Die Verfolgung des Soldaten sei heuchlerisch, meinen die populärsten Stimmen.

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