Der Crash von Terra, LUNA und UST, immer neue Hacks von DeFi-Protokollen, der zähe Übergang von Proof of Work zu Proof of Stake: Die Entwicklungen im Krypto-Sektor nagen an Ethereum-Mastermind Vitalik Buterin. Das merkt man aktuell vor allem an seinen Tweets, aber auch seinen Blog-Einträgen, die er in den letzten Tagen und Wochen veröffentlicht hat.
Er hätte den „Wunsch, dass Ethereum ein Bitcoin-ähnlicheres System wird“, das auf langfristige Stabilität setzt, „auch in kultureller Hinsicht“. Ihm wäre aber auch klar, dass der Weg dorthin „eine Menge aktiver, koordinierter und kurzfristiger Veränderungen“ erfordert. Er scheint an seiner eigenen Schöpfung, Ethereum, immer mehr zu zweifeln. „Viele wichtige Anwendungen auf Ethereum beruhen bereits auf weitaus fragileren Sicherheitsannahmen als alles, was wir im Ethereum-Protokolldesign für akzeptabel halten“, schreibt er.
Ethereum ist als Smart-Contracts-Netzwerk die wichtigste Layer-1-Blockchain für Decentralized Finance-Anwendungen, NFTs, Play-to-Earn-Games oder Metaverse-Anwendungen. Stichwort NFTs: Gegen die berühmt gewordenen Bored Ape Yacht-Club-Bilder (BAYC) hat Buterin auch einen Seitenhieb parat und nennt sie die „$3M monkeys“. Er müsse zähneknirschend anerkennen, „dass dieses Zeug einen großen Teil dessen ausmacht, was die Krypto-Wirtschaft am Laufen hält und alle meine liebsten coolen DAO-/Governance-Experimente bezahlt.“
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