Ether $ETH$2.456,26 hat Bitcoin $BTC$77.451,96 über zwei Monate hinweg übertroffen, und der Trend scheint sich fortzusetzen, da sich kürzlich ein „goldenes Kreuz“ im $ETH/$BTC-Verhältnis gebildet hat.
Der Crossover wird identifiziert, wenn der gleitende 50-Tage-Durchschnittspreis eines Vermögenswerts seinen 200-Tage-Durchschnitt übersteigt. Es wird angenommen, dass dies einen kurzfristigen Trend widerspiegelt, der den längerfristigen Verlauf übertrifft, mit dem Potenzial, sich zu einem ausgewachsenen Bullenmarkt zu entwickeln.
Die jüngste Kreuzung im $ETH/$BTC-Verhältnis deutet genau darauf hin. Ihr Auftreten erfolgt nach einer bereits starken Phase für Ether, das seit Anfang Juni besser als Bitcoin abgeschnitten hat. Das Paar ist seit dem Tiefstand am 6. Juni um 25 % gestiegen.
Crossover hingegen basieren vollständig auf vergangenen Kursbewegungen und liefern keine zukunftsgerichtete Einschätzung dessen, was als Nächstes kommt. Man kann sie mit einem Thermometer vergleichen: Es zeigt uns die aktuelle Markttemperatur, nicht die Wettervorhersage für morgen. Die Logik hinter einem „Golden Cross“ beruht auf einer einfachen Annahme: Ein Objekt in Bewegung bleibt in Bewegung, bis eine äußere Kraft auf es einwirkt. Das heißt, wenn die Durchschnittswerte steigen, befindet sich der Trend im Aufwärtstrend, und die Dynamik sollte anhalten. Diese Annahme trifft jedoch nicht immer zu, weshalb diese Signale nicht immer zuverlässig sind und gut dokumentierte Grenzen aufweisen.
Goldene Kreuzungen weisen beim $ETH/$BTC-Verhältnis eine gemischte Bilanz auf. Einige haben sich ausgezahlt, andere sind gescheitert und haben Bullen auf der falschen Seite des Marktes gefangen.
Die jüngste, am 25. Juli 2025 erstmals vorgelegte, zeigte zunächst einen Anstieg. Das Verhältnis stieg in den folgenden vier Wochen um 36 %, bevor es in einen deutlich steileren Abwärtstrend umkehrte. Das goldene Kreuz vom Februar 2021 schnitt bemerkenswert besser ab und befeuerte eine Rallye von 93 %, die das Verhältnis bis Mitte Mai 2021 auf 0,0824 ansteigen ließ. Die Kreuze, die im Mai 2022 und August 2022 auftraten, erwiesen sich jedoch als Bullenfallen, da das Verhältnis fast unmittelbar nach ihrer Entstehung fiel.