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Kraken startet „DeFi Earn“ in USA, EU und Kanada: Onchain-Yield über USDC-Vaults mit bis zu 8% APY

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  • Kraken bringt „DeFi Earn“ in den USA (den meisten Bundesstaaten), der EU und Kanada an den Start und will CEX-Nutzern Onchain-Yield ohne eigenes DeFi-Setup anbieten.
  • Das Produkt läuft über Vedas Vault-Infrastruktur, USDC-Vaults werden risikoseitig von Chaos Labs und Sentora gemanagt und investieren unter anderem in Aave, Morpho, Sky und Tydro, mit bis zu 8 Prozent APY.

Kraken verpackt DeFi-Rendite in ein Börsenprodukt. Die Exchange kündigte den Start von „DeFi Earn“ in den USA (in den meisten Bundesstaaten), der EU und Kanada an. Ziel ist, Nutzern eine bequeme Möglichkeit zu geben, Onchain-Yield zu nutzen, ohne selbst Wallet-Management, Protokollauswahl und Risikoüberwachung betreiben zu müssen.

Veda-Vaults als Motor, Kraken als Vertrieb

Technisch läuft das Produkt über die Vault-Infrastruktur von Veda. Kraken stellt damit nicht die DeFi-Strategie selbst als Protokoll bereit, sondern fungiert als Distribution und Interface. Das ist im aktuellen Markt ein typisches Modell: Nutzer wollen Rendite, aber nicht den Aufwand und die Fehlerquellen, die mit direkter DeFi-Nutzung kommen, von Phishing bis falsche Vertragsinteraktion.

Zum Start stehen USDC-Vaults im Mittelpunkt. Kraken wirbt mit bis zu 8 Prozent annualisierter Rendite, allerdings hängt diese Zahl wie immer an Marktbedingungen, Auslastung und Risiko. In DeFi ist APY kein Fixzins, sondern eine momentane Mischkalkulation aus Borrow-Rates, Incentives und manchmal auch zusätzlicher Risikoprämie.

Risiko-Management durch Chaos Labs und Sentora, Allokation in bekannte Protokolle

Kraken betont, dass die USDC-Vaults „managed for risk“ werden, und nennt dafür Chaos Labs und Sentora. Das ist eine wichtige Komponente, weil genau hier viele Nutzer skeptisch sind: Wer entscheidet, wohin das Geld fließt, und wer zieht die Notbremse, wenn Märkte kippen.

Die Allokation soll in „mainstream“ Onchain-Protokolle gehen, darunter Aave, Morpho, Sky und Tydro. Das liest sich wie eine bewusst konservative Auswahl. Kein exotisches Yield-Farming, sondern Kreditmärkte und etablierte DeFi-Schichten. Damit reduziert man nicht alle Risiken, Smart-Contract– und Liquiditätsrisiken bleiben, aber man vermeidet die ganz wilden Ecken.

Kraken setzt damit auf einen Trend, der 2026 stärker wird: CEXs wollen DeFi-Rendite anbieten, ohne ihre Nutzer ins reine Self-Custody-Universum zu verlieren. Der Wettbewerb läuft dann nicht nur über Gebühren, sondern über Vertrauen in Risk-Management und die Frage, wie transparent solche Vault-Produkte am Ende sind.

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