Der Bitcoin-Kurs ist in den vergangenen 24 Stunden um gut 1 Prozent gestiegen und notiert derzeit bei 81.372 US-Dollar. Damit hat die Kryptowährung wieder spürbar positives Momentum. Allerdings stößt der Kurs nun auf erheblichen Widerstand.
Anfang September endete der Anstieg bei 82.000 US-Dollar; im August erwies sich der aktuelle Bereich gleich zweimal als zu hohe Hürde.
Für Bitcoin steht damit eine spannende Woche an.
Das technische Bild bei Bitcoin wird überzeugender
Aus technischer Sicht wird das Bild jedenfalls zunehmend konstruktiv. Bitcoin ($BTC) schloss am vergangenen Sonntag erstmals seit November 2025 wieder eine Woche oberhalb des gleitenden 50-Wochen-Durchschnitts. Damit endete eine Phase von 45 Wochen, in der jeder Wochenschlusskurs unter dieser wichtigen technischen Marke geblieben war.
Historisch ist das ein starkes Signal. Laut Alex Thorn von Galaxy Digital bestätigte die Rückeroberung des 50-Wochen-Durchschnitts in vier der fünf früheren Bärenmärkte, dass Bitcoin sein Tief bereits hinter sich hatte. Insgesamt gelang Bitcoin in abgeschlossenen Bärenmärkten dreizehnmal die Rückkehr über diese Linie. Nur zweimal bildete Bitcoin danach doch noch ein tieferes Tief.
🟠 $BTC CLOSES WEEK ABOVE 50-WEEK MOVING AVERAGE FOR FIRST TIME IN 45 WEEKS
— Alex Thorn (@intangiblecoins) September 21, 2026
regaining the 50w MA has historically served as strong confirmation that bear market lows are “in”
bitcoin is up 29% in 35 days pic.twitter.com/HzKVUrxMVz
Damit gewinnt das Szenario an Plausibilität, dass der Kurs von 58.525 US-Dollar Ende Juni das Tief dieses Bärenmarkts war. Seit diesem Niveau ist Bitcoin inzwischen um rund 39 Prozent gestiegen. Zudem notiert der Kurs wieder deutlich über dem gleitenden 200-Wochen-Durchschnitt, der historisch häufig als wichtige langfristige Unterstützung fungiert.
Sicher sagen lässt sich damit noch nicht, dass der Bullenmarkt begonnen hat. Dafür muss der Kurs zunächst den Widerstand bei rund 82.000 US-Dollar überzeugend überwinden und die aktuelle technische Verbesserung verteidigen.
Gegenüber der Lage vor einigen Monaten hat sich das Bild jedoch deutlich verändert. Solange das Juni-Tief hält, mehren sich die Hinweise darauf, dass der Bärenmarkt überwunden ist und Bitcoin in eine neue Aufwärtsphase eingetreten ist.
Steigende Renditen bleiben großes Risiko für Bitcoin
Auch wenn es also positive Signale für Bitcoin gibt, bleiben steigende globale Anleiherenditen eine Belastung für die Kryptowährung. Ein Ende ist vorerst nicht absehbar. Das hängt auch mit der enormen Kapitalnachfrage im Zuge des KI-Investitionszyklus zusammen.
Seit Freitag liegt die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen wieder über 5,00 Prozent – und damit auf dem höchsten Stand seit mehreren Jahrzehnten.
Kurzfristig konkurrieren diese höheren Renditen theoretisch mit Bitcoin. In dieser Hinsicht sind sie ein Belastungsfaktor. Langfristig bedeuten sie jedoch, dass die Schuldenlast der Staaten immer schwerer tragbar wird.
Je länger die Renditen auf diesem Niveau verharren, desto länger müssen Staaten sie schultern. Dadurch dürften die Defizite steigen und die Schulden weiter wachsen. Am Ende dürfte das den Inflationsdruck erhöhen – ein Umfeld, für das Bitcoin konzipiert wurde.
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