Der Bitcoin-Kurs ist mit einem leichten Plus von rund 0,5 Prozent in die neue Handelswoche gestartet. Damit notiert Bitcoin bei etwa 77.500 Dollar. Bemerkenswert ist, dass der Anstieg erfolgte, obwohl der Ölpreis erneut zulegte.
Bitcoin zeigt Stärke, der Ausbruch bleibt aber aus
Obwohl Bitcoin (BTC) stabil wirkt und heute Gewinne verbucht, lässt ein echter Ausbruch vorerst weiter auf sich warten. Über die Marke von 82.000 Dollar kam Bitcoin bislang nicht hinaus; dort stieß der Coin auf Widerstand.
Das ist keine große Überraschung. Schließlich bleiben die deutlich gestiegenen Anleiherenditen ein Belastungsfaktor. Nicht nur in den USA, sondern weltweit liegen die Renditen auf den höchsten Niveaus seit mehreren Jahrzehnten.
Für den Anstieg der Anleiherenditen gibt es mehrere Gründe. Der vergleichsweise hohe Ölpreis spielt dabei eine Rolle. Zugleich sorgt die enorme Kapitalnachfrage im Zuge des KI-Investitionszyklus für zusätzlichen Druck. Hinzu kommt die angespannte Schuldensituation vieler Staaten.
Vorerst dürfte vor allem ein Ende des Iran-Kriegs einen wichtigen Beitrag leisten. Für Bitcoin könnte das theoretisch deutlichen Rückenwind bedeuten.
US-Notenbank im Fokus
In den ersten Tagen dieser Woche richtet sich der Blick vor allem auf die US-Notenbank. Für Mittwoch steht dort der nächste Zinsentscheid an. Derzeit wird erwartet, dass die Fed die Zinsen anhebt.
Der Markt preist dafür eine Wahrscheinlichkeit von rund 86 Prozent ein. Offen bleibt allerdings, welches Problem eine Zinserhöhung derzeit lösen würde. Mehr Öl würde sie jedenfalls nicht auf den Markt bringen.
Zugleich ist fraglich, ob sie den KI-Investitionszyklus tatsächlich bremsen würde. Auch das erscheint unwahrscheinlich. Treffen könnte eine solche Maßnahme eher die schwächeren Teile der Wirtschaft.
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