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Krypto-Gipfel mit Trump erfolgreich: Wird die USA mehr Bitcoin kaufen?

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Gestern traf US Präsident Donald Trump die führenden Firmenchefs und Regulatoren der Krypto-Branche im weißen Haus: Coinbase-Chef Brian Armstrong, Robinhood-Chef Vlad Tenev, Ripple CEO Brad Garlinghouse und Kraken-Co-Chef Arjun Sethi waren dabei, ebenso Intercontinental-Exchange-Chef Jeffrey Sprecher.

Auch SEC-Chef Paul Atkins, CFTC-Vorsitzender Michael Selig und der Krypto-Berater des Weißen Hauses, Patrick Witt, nahmen teil.

Weiterhin andauernder Streit um den Clarity Act

Der Hauptfokus des Treffens lag auf der Diskussion des Clarity Act und der Frage wie die USA ihren gigantischen Staatsschuldenberg abtragen können. Wie wir bereits berichteten soll der Clarity Act endgültig folgende Frage klären: Wann fällt ein Token unter das Wertpapierrecht der SEC, wann handelt es sich um eine digitale Ware unter Aufsicht der CFTC?

Das Repräsentantenhaus verabschiedete H.R. 3633 bereits im Juli 2025 mit 294 zu 134 Stimmen. Im Senat kommt das Vorhaben allerdings nur schleppend voran. Neben klassischen Fragen zu Verbraucherschutz und Bankenwettbewerb geht es zunehmend um Ethikregeln für Regierungsmitglieder wie US Präsident Trump.

Das ist für Trump persönlich heikel. Aus einer Finanzoffenlegung des Jahres 2025 geht hervor, dass er mehr als 1,4 Milliarden Dollar an Einnahmen aus Krypto-Unternehmungen seiner Familie aus, darunter World Liberty Financial und Geschäfte im Umfeld des Trump-Memecoin, generiert hat. Das Weiße Haus weist Vorwürfe eines Interessenkonflikts zurück und erklärt, Trump sei nicht in das Tagesgeschäft involviert.

Parallel treibt die US-Regierung ihre regulatorische Agenda voran. Die SEC hat Vorschläge vorgelegt, die ausgewählten Token-Projekten unter klar definierten zeitlichen und finanziellen Grenzen Ausnahmen vom klassischen Wertpapierrecht ermöglichen würden.

Die CFTC verfolgt unterdessen das Ziel, Teile des Krypto-Derivatemarkts, insbesondere Perpetual Futures, stärker in den regulierten US-Finanzmarkt zu überführen.

Trump verwies in diesem Zusammenhang auf Hyperliquid. CFTC-Chef Michael Selig arbeite daran, einen regulatorischen Rahmen zu schaffen, der der auf Perpetuals spezialisierten Plattform einen rechtskonformen Zugang zum US-Markt ermöglichen würde.

Von einer bereits erteilten Zulassung kann allerdings keine Rede sein. An den Märkten reichte die politische Signalwirkung dennoch aus: Der Kurs von HYPE ist nach der prominenten Erwähnung von Trump um mehr als 20% auf 70,65 USD gestiegen.

Wir die USA jetzt Bitcoin kaufen?

Donald Trump kündigte an, dass die Regierung ein massives Rückkaufprogramm von US-Staatsanleihen im Umfang von 4 Billionen USD auf den Weg bringen will. Als Folge stieg der Bitcoin-Kurs um mehr als 8% auf einen Preis von 69.455,66 USD.

ETH stieg um 17,86% auf 2.252 USD, XRP konnte um 10% zulegen auf 1,10 USD und Solana ist ebenfalls um 10% auf 84,40 USD gestiegen. Der gestrige Krypto-Gipfel hat für ein kurzes Kursfeuerwerk am breiten Kryptmarkt gesorgt.

Die alles entscheidende Frage jedoch ist ob Donald Trump offiziell angekündigt hat ob die US-Regierung Bitcoin kaufen wird. Das folgende Video zeigt den Ausschnitt wo ein Journalist Trump genau diese Frage stellt.

Gestern fand im weißen Haus der Krypto-Gipfel mit US-Präsident Trump statt. Es nahmen unter anderem auch #Ripple CEO Brad Garlinghouse teil.

Auf die Frage eines Journalisten ob die USA bald #Bitcoin (#$BTC) kaufen würde, antwortete Trump: pic.twitter.com/TYy7tRIYe8

— Kryptorevolution (@realkryptorevo) August 20, 2026

Trump führt dazu im Detail aus:

“Nun, darüber wurde gesprochen. Ich denke, ich würde mich dabei wahrscheinlich auf Paul und die gesamte Gruppe verlassen. Er wird eine Entscheidung treffen.

Sie werden eine Entscheidung treffen. Und Sie werden mich darüber informieren. Aber es wurde auf jeden Fall darüber gesprochen.

Es hat den Druck auf den Dollar deutlich verringert. Es war sehr, sehr gut für den Dollar. Und ich denke, wenn Sie mit Empfehlungen zu mir kämen – Sie beide –,wenn Sie mir einige Empfehlungen vorlegen würden, würde ich sie mir auf jeden Fall anhören.”

Die strategische Bitcoin-Reserve hatte Trump bereits im März 2025 per Executive Order auf den Weg gebracht. Den Grundstock bilden Bitcoin, die der US-Staat beschlagnahmt hat. Verkauft werden sollen diese Bestände grundsätzlich nicht.

Zusätzliche Käufe sind zwar möglich, allerdings nur dann, wenn sie für den Steuerzahler keine zusätzlichen Kosten verursachen. Wie das konkret aussehen könnte, ist bis heute offen.

Wie aus dem Video klar hervorgeht gab es gestern erneut keine konkreten Aussagen über ein Startdatum, Angaben zum Umfang wie zum Beispiel 100.000 $BTC werden in den nächsten 3 Monaten oder Ähnliches.

Politisch richtet sich der Blick deshalb eher nach Washington als auf die nächste Bitcoin-Order oder vermeintlich bullische Aussage von Trump. Der US-Senat wird am 15.09.2026 die erste offizielle Abstimmung zum Clarity Act abhalten. Dieser Termin wird für Bitcoin und den Kryptomarkt als nächstes wichtig.

Dazu passt auch der Ausblick, den Coinbase-CEO Brian Armstrong auf X teilte. Für die kommenden Wochen skizziert er ein optimistisches Szenario: Am 15. September könnte der CLARITY Act eine klare parteiübergreifende Mehrheit erhalten, darauf ein starker „Uptober“ folgen – und schließlich der nächste Krypto-Bullenmarkt beginnen.

Vision board:

1. Strong bipartisan vote on CLARITY Sep 15th
2. Uptober
3. Next crypto bull run begins

Just as the prophecy foretold

— Brian Armstrong (@brian_armstrong) August 19, 2026

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