de
Zurück zur Liste

Der „Angstindex“ von Bitcoin steigt um fast 20 % – der größte Anstieg seit dem Crash am 5. Februar

source-logo  coindesk.com 03 Juni 2026 06:17, UTC
image

Bitcoin -Händler nehmen den Preisrückgang endlich ernst. Der Angstindikator der Kryptowährung, der BVIV-Index, zeigt dies deutlich.

Der BVIV, der die 30-Tage implizite oder erwartete Volatilität bei der Kryptowährung misst, stieg am Dienstag um fast 20 % auf 46,45 %. Das ist laut Datenquelle TradingView der größte Tagesanstieg seit dem 5. Februar.

Deshalb ist es wichtig.

Über ungefähr zwei Monate blieb die Stimmung am Bitcoin-Markt ruhig. Selbst als $BTC letzte Woche von seinem Höchststand Anfang Mai bei 82.000 USD auf 75.000 USD fiel, reagierte die Marktstimmung kaum. Der BVIV bewegte sich während dieser Bewegung tatsächlich um sein Jahres-Tief von 40 %.

Mit anderen Worten handelte es sich um geordneten Verkauf. Keine Panik. Doch das änderte sich am Dienstag, als der Spotpreis von $BTC um über 6 % auf 66.000 US-Dollar fiel.

Der BVIV-Index explodierte regelrecht mit diesem Kursrückgang. Der Index fungiert im Wesentlichen als Angstbarometer. Steigt er, kaufen Trader aggressiv Optionen, um sich gegen weitere Verluste abzusichern. Der nahezu 20%ige Anstieg am Dienstag signalisiert, dass die Absicherungsnachfrage zurückgekehrt ist.

Um die Bewegung vom Dienstag in den Kontext zu setzen: Am 5. Februar stieg BVIV an einem einzigen Tag um über 50 % und kletterte auf über 90 %, als Bitcoin auf etwa 60.000 US-Dollar abstürzte. Der Sprung am Dienstag erreicht bei weitem nicht dieses Niveau. Aber die Richtung der Bewegung ist das, worauf Händler jetzt achten sollten.

VIX-ähnliches Verhalten

Betrachten Sie BVIV als die Bitcoin-Variante des VIX-Furchtindexes von Wall Street. Seit der Einführung der US-Bitcoin-ETFs vor über zwei Jahren sind institutionelle Akteure massiv in den Markt eingestiegen. Das Die Institutionalisierung hat geschaffen etwas Interessantes: BVIV bewegt sich jetzt mit zunehmender Konsistenz in entgegengesetzter Richtung zum Spotpreis von Bitcoin. Preisrückgänge, Angstspitzen. Preisanstiege, Angstverfall.

Das ist eine relativ neue Dynamik für den Kryptomarkt, jedoch nicht für die Wall Street, wo der S&P 500 und sein Angstbarometer, der VIX, seit Jahrzehnten invers korreliert sind.

Die Quintessenz ist, dass nach zwei Monaten ungewöhnlicher Ruhe die Angst allmählich zurück in den Bitcoin-Markt eindringt. Ob der Anstieg am Dienstag eine eintägige Ausreißerbewegung oder der Beginn eines anhaltenden Volatilitätsregimes ist, bleibt abzuwarten.

coindesk.com