Die größte Frage, die sich Bitcoin -Investoren stellt, ist, ob der Markt seine Bodenbildung Anfang Februar erreicht hat, als die größte Kryptowährung kurzzeitig auf etwa 60.000 USD fiel.
Obwohl kein Indikator dies mit Sicherheit beurteilen kann, deuten eine Reihe von On-Chain- und Derivatemetriken darauf hin, dass das Schlimmste der aktuellen Korrektur möglicherweise bereits vorbei ist, insbesondere da Bitcoin nun wieder über 77.000 US-Dollar gehandelt wird.
Die erste Kennzahl ist die Realized Cap, welche den Gesamtwert von Bitcoin basierend auf dem Preis misst, zu dem jede Münze zuletzt On-Chain bewegt wurde. Sie unterscheidet sich von der Marktkapitalisierung, welche auf dem aktuellen Marktpreis basiert, und spiegelt die aggregierten Anschaffungskosten der Investoren wider. Sie wird häufig verwendet, um Kapitalbewegungen in das Netzwerk oder aus dem Netzwerk heraus zu verfolgen.
Die Realisierte Marktkapitalisierung erreichte ihren Höhepunkt bei etwa 1,12 Billionen US-Dollar, bevor sie auf rund 1,08 Billionen US-Dollar fiel, da Bitcoin mehr als 50 % von seinem Höchststand im Oktober verlor. Dies stellt eine bedeutende Vermögensvernichtung dar, eine der größten in der Geschichte. Dennoch hat sich die Kennzahl nun zu stabilisieren begonnen und bildet eine Basis, ähnlich dem Muster, das während der Tiefstände des Bärenmarktes 2022 zu beobachten war.

Die zweite Kennzahl ist das RHODL-Verhältnis, das das Vermögen von längerfristigen Inhabern (sechs Monate bis zwei Jahre) mit dem von neueren Marktteilnehmern (ein Tag bis drei Monate) vergleicht. Das Verhältnis liegt jetzt über 5, was den dritthöchsten Wert in der bisherigen Aufzeichnung darstellt.
Die einzigen höheren Werte traten während der Tiefpunkte der Zyklen 2015 und 2022 auf. Dies deutet darauf hin, dass langfristige Inhaber weiterhin das Angebot dominieren. Seit Februar ist das Angebot der langfristigen Inhaber um über 400.000 BTC gestiegen.
Schließlich blieben die Finanzierungssätze für unbefristete Futures, die Zahlungen, die zwischen Long- und Short-Händlern ausgetauscht werden, um die Futures-Preise mit den Spotmärkten in Einklang zu halten, von Februar bis Mai für eine der längsten Perioden in der Geschichte negativ.
Historisch gesehen spiegelt anhaltend negative Finanzierung eine extreme bärische Stimmung und überfüllte Short-Positionierungen wider – Bedingungen, die häufig Markttiefs bilden, wenn der Verkaufsdruck erschöpft ist.
Ähnliche Konstellationen traten während der Silicon Valley Bank-Krise im März 2023, dem Yen-Carry-Unwind im August 2024 und dem von Zöllen ausgelösten Ausverkauf im April 2025 auf, die allesamt letztlich bedeutende Tiefpunkte für Bitcoin markierten.
