Mehr als zwei Jahre nachdem die ersten 11 Spot-Bitcoin-ETFs in den USA gehandelt wurden, folgt nun ein 12. ETF, ausgegeben von einer der Top-10-Wall-Street-Banken mit 1,9 Billionen US-Dollar in verwaltete Vermögenswerte, könnten am Mittwoch debütieren.
Der Morgan Stanley Bitcoin Trust könnte unter dem Ticker MSBT an der NYSE Arca gehandelt werden, wie der ETF-Analyst Eric Balchunas von Bloomberg auf X mitteilte. Eine NYSE-Listing-Benachrichtigung deutet auf einen Start am 8. April hin.
Morgan Stanley Bitcoin ETF $MBST going effective tomorrow looks like, Wed 4/8, via NYSE listing notice. pic.twitter.com/n95IKdbefU
— Eric Balchunas (@EricBalchunas) April 7, 2026
Der ETF hält tatsächliche Bitcoin und verfolgt den CoinDesk Bitcoin Benchmark 16-Uhr New Yorker Abrechnungskurs. Er verwendet weder Hebel, Derivate noch aktiven Handel, um die Preisschwankungen von Bitcoin zu schlagen. BNY und Coinbase Custody übernehmen die Verwahrung der Bitcoin, und der Fonds startet mit etwa 1 Million US-Dollar Anfangskapital (Seed) sowie 50.000 zum Handel bereitstehenden Anteilen.
Wie seine Mitbewerber bietet der Fonds den Anlegern eine Beteiligung an der Kryptowährung, ohne dass diese sie selbst besitzen oder verwahren müssen.
Hervorzuheben ist der Kostenfaktor: Der Trust erhebt eine jährliche Gebühr von 0,14 % und unterbietet damit den iShares Bitcoin Trust von BlackRock mit 0,25 % sowie die meisten Wettbewerber.
Der bevorstehende Start markiert einen Meilenstein für den Markt und signalisiert erstmals, dass eine große US-Bank einen Spot-Bitcoin-ETF für Anleger einführt. Dies unterstreicht die steigende Nachfrage nach Zugang zu alternativen Anlageklassen wie Bitcoin.
Morgan Stanley vertieft sein Engagement im Bereich digitaler Vermögenswerte und hat sich bereits Anfang dieses Jahres für Spot-Solana-ETFs registriert. Zudem plant das Unternehmen, im ersten Halbjahr 2026 den Handel mit Bitcoin, Ethereum und Solana auf E*Trade über eine Zusammenarbeit mit Zero Hash einzuführen.
Spot-ETFs sind zu einem bevorzugten Instrument für Institutionen geworden, die sich am Kryptowährungsmarkt engagieren möchten. Seit dem Debüt der ersten 11 Fonds im Januar 2024 verzeichnen sie laut der Datenquelle SoSoValue zusammen mehr als 56 Milliarden US-Dollar an Nettomittelnzuflüssen.
Die Aktivität bei Derivaten, die mit diesen Produkten verbunden sind, hat ebenfalls stark zugenommen, wobei die Mechanik von Optionen, die mit dem iShares Bitcoin Trust verknüpft sind, weithin als Verstärker des Preisrückgangs von Bitcoin Anfang Februar angesehen wird.
Diese alternativen Anlagevehikel haben die Mainstream-Finanzialisierung von Bitcoin vorangetrieben und dazu beigetragen, dessen Volatilität zu verringern. Marktdynamiken haben sich entwickelt, wobei die implizite Volatilität von BTC zunehmend den Angstindex der Wall Street, den VIX, widerspiegelt – sie steigt bei Kursrückgängen und sinkt während Aufwärtsbewegungen.
Morgan Stanleys bevorstehender ETF wird diese Trends voraussichtlich verstärken.