Ob dieser Anstieg auf Insider zurückzuführen ist, ist unklar. Anfang November, seitdem die Wette aktiv ist, räumte der Markt der Bitcoin-Akkumulation der USA bis Ende 2026 auch schon eine höhere Wahrscheinlichkeit ein. Laut Trumps Dekret ist die aktive Vergrößerung der Reserve erlaubt, insofern dies keine Kosten für die Steuerzahler verursacht. Eine Möglichkeit dafür wäre zum Beispiel, dass die USA Steuerzahlungen in $BTC akzeptieren, wie ein kürzlich eingereichter Gesetzentwurf vorsieht.
Eine weitere Meldung, die von vielen Analysten als bullisch eingeordnet wurde, ist, dass die Technologiebörse Nasdaq die Positions- und Ausübungsgrenzen für Optionen auf IBIT, den Bitcoin-Spot-ETF von BlackRock, von 250.000 auf 1.000.000 Kontrakte anheben möchte. Dies geht aus einem SEC-Filing hervor. Im Januar, kurz nachdem die Bitcoin-ETF-Optionen zugelassen worden waren, verzehnfachte die Nasdaq das Limit bereits.
Dieser Schritt dürfte dazu führen, dass mehr strukturierte Anlageprodukte mit IBIT als Basiswert auf den Markt gebracht werden, sodass sich institutionelle Marktteilnehmer noch stärker im Bitcoin-Markt engagieren können. Es ist zu erwarten, dass bald noch mehr strukturierte Produkte IBIT als Basiswert verwenden werden – eine natürliche Folge der stärkeren institutionellen Beteiligung an Bitcoin.
JPMorgan, die Großbank, die kürzlich noch von einigen Bitcoin-Befürwortern beschuldigt wurde, gezielt Bitcoin und Strategy, den größten $BTC-Firmenhalter, anzugreifen, reichte in dieser Woche überdies selbst ein Dokument für ein strukturiertes IBIT-Produkt ein, das Anlegern mehr Rendite bei begrenztem Risiko bieten soll. Fast zeitgleich erschien eine neue Research-Note von JPMorgan, in der es hieß, Kryptowährungen würden sich zu einem globalen Makro-Asset entwickeln.
Kryptowährungen entwickeln sich weg von einem Ökosystem im Stil von Risikokapital hin zu einer typischen handelbaren Makro-Anlageklasse, die eher durch institutionelle Liquidität als durch Spekulationen von Privatanlegern gestützt wird. [...] Die Preise für Kryptowährungen werden mittlerweile stärker von allgemeinen wirtschaftlichen Trends beeinflusst als vom vierjährigen Halving-Zyklus.
JPMorgan in der Research-Note
Entwicklungen dieser Art zeigen, dass Bitcoin inmitten der traditionellen Finanzwelt ankommt. Die institutionelle Adoption reißt trotz der Kursschwäche nicht ab. Seit Freitag verzeichneten die US-amerikanischen Bitcoin-Spot-ETFs auch wieder Zuflüsse in Höhe von insgesamt 237,1 Millionen US-Dollar. Heute ist in den USA aufgrund von „Thanksgiving“ Börsenfeiertag. Es bleibt abzuwarten, ob sich die Erholung am morgigen, verkürzten Handelstag weiter fortsetzen wird.