In der Bitcoin-Community verbreitet sich derzeit die Theorie, die Großbank JPMorgan hätte es auf Bitcoin und Strategy, den größten $BTC-Firmenhalter, abgesehen. Einige 𝕏-Accounts verbreiten das Gerücht, JPMorgan würde im großen Stil auf fallende Kurse der Strategy-Aktie setzen und damit Bitcoin angreifen. Währenddessen kündigen bekannte Bitcoin-Befürworter ihr Konto bei der nach Marktkapitalisierung größten Bank der Welt oder rufen zum Boykott auf. Was steckt hinter den Anschuldigungen?
JPMorgan vs. Bitcoin & MSTR?
In der vergangenen Woche veröffentlichten JPMorgan-Analysten eine Research-Note darüber, dass Strategy (ehemals MicroStrategy) bald aus großen Aktienindizes exkludiert werden könnte. Auch wenn dies auf einer Mitteilung des bekannten Indexherausgebers MSCI Inc. vom 10. Oktober dieses Jahres fußt, sorgte dies für Schlagzeilen und Panik am Markt.
Im Zuge dessen kursierte bereits auf 𝕏 die Theorie, JPMorgan wolle damit Strategy und Bitcoin schaden beziehungsweise dass es ein gezielter Angriff sei. Adrian Morris, einer der Hosts des Podcasts „MSTR True North“, behauptete beispielsweise in einem Post, dass JPMorgan diese Meldung absichtlich zu einer schlechten Marktstimmung aufgewärmt hat, um den Abverkauf bei Bitcoin und der Strategy-Aktie (MSTR) zu verstärken.
Der Markt hat das sechs Wochen lang ignoriert. Jetzt, nach mehreren Tagen mit Kursverlust im November, hat JPMorgan plötzlich die Angst vor einem „Delisting-Risiko“ wieder ausgegraben? Sie haben eine alte Geschichte wieder aufgewärmt, um einen Ausverkauf zu beschleunigen. Das sind keine Neuigkeiten. Das ist ein koordinierter Angriff.
Adrian Morris, Analyst und Podcast-Host
Im Rahmen dieser Entwicklungen erschien zudem ein ausführlicher Artikel des 𝕏-Accounts „Maryland HODL“ dazu, dass JPMorgan das alte Finanzsystem verteidigen wolle, indem die Großbank gezielt gegen Bitcoin vorgehe – und das mit bereits perfektionierten Methoden wie Marktmanipulation, politischer Einflussnahme und der Unterdrückung von Narrativen.
JPMorgan hat diese Methoden über Jahrzehnte am Goldmarkt perfektioniert. Jetzt wenden sie sie auf Bitcoin an – nicht, weil Bitcoin die Bankgewinne direkt bedroht, sondern weil Bitcoin die künftige, auf das US-Finanzministerium (Treasury) gestützte Geldarchitektur stärkt und die der Federal Reserve schwächt.
Aus dem Artikel
Der Artikel, der sich primär aus Spekulationen zusammensetzt, erzielte mehr als 2 Millionen Aufrufe. In diesem wird letztlich sogar behauptet, JPMorgan würde aktiv zu dem Verkaufsdruck bei MSTR beitragen – und es wird ebenfalls in den Raum gestellt, dass der Zeitpunkt des vermeintlichen Angriffs kein Zufall sei.
JPM ist ein wichtiger Unterstützer des aggressiven Short-Drucks auf Strategy (MSTR), gerade in einem Moment, in dem das Makro-Narrativ von Bitcoin die traditionellen monetären Interessen bedroht.
Aus dem Artikel
Die Theorie, JPMorgan würde zu den fallenden MSTR-Kursen beitragen, rührt in erster Linie daher, dass Kunden der Großbank jüngst gemeldet haben, dass sie ihre MSTR-Aktien nicht an andere Broker transferieren können. Dies wird als ein Anzeichen dafür interpretiert, dass JPMorgan die Aktien verliehen hat, sodass diese geshortet beziehungsweise leerverkauft werden können.
Daraufhin begannen sogar große Bitcoin-Persönlichkeiten wie Max Keiser zu behaupten, dass JPMorgan selbst im großen Stil gegen Strategy wetten würde – so stark, dass es die nach Marktkapitalisierung größte Bank der Welt in den Bankrott treiben könnte, wenn die MSTR-Aktie stark zulegen würde. Keiser verwies dabei auch auf den „Short Squeeze“ der GameStop-Aktie im Januar 2021, der Hedgefonds ins Wanken brachte.
UNBESTÄTIGT: JPMorgan scheint eine existenzbedrohende Short-Position in MSTR zu haben, die JPMorgan möglicherweise in den Bankrott treiben könnte, wenn MSTR 50 % über dem Schlusskurs vom Freitag gehandelt wird. Die GameStop-Vibes verstärken sich.
Max Keiser, bekannter Bitcoin-Befürworter
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