Die Warnsignale an den globalen Anleihemärkten werden immer deutlicher – und sorgen heute für heftige Verluste an den Finanzmärkten. Auch der Kryptomarkt, der zuletzt stark gelaufen ist, gerät unter Druck. Ripple’s $XRP zählt dabei zu den Coins mit den deutlichsten Verlusten.
$XRP rutscht unter wichtige Zone
$XRP hat stärker nachgegeben als Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH) und Solana (SOL). Der Kurs des fünftgrößten Coins ist in den vergangenen 24 Stunden um 7,60 Prozent gefallen. Besonders bedenklich ist jedoch, dass $XRP nun den Halt an einer wichtigen Marke verloren hat.
Am vergangenen Montag durchbrach $XRP den Widerstand um 1,50 Dollar, einen Tag später wurde daraus eine Unterstützung. Gestern Morgen stieg $XRP zeitweise auf mehr als 1,65 Dollar, anschließend ging es deutlich abwärts.
Inzwischen notiert $XRP rund 12 Prozent tiefer. Wenn die Bullen jetzt nicht gegenhalten, droht ein größerer Rücksetzer. Die Unterstützung um 1,30 Dollar könnte erneut in den Fokus rücken, wobei dies auch davon abhängt, wie sich Bitcoin entwickelt.
Noch ist der Handelstag allerdings jung, es bleibt also Zeit, einen Teil der Verluste wettzumachen.
„Verdecktes“ bullishes Signal
Im Vierstundenchart zeigt sich eine interessante Entwicklung. Während der Kurs weiterhin deutlich über dem Tief vom 20. September liegt, als die grüne Unterstützung bei 1,30 Dollar getestet wurde, ist der Relative Strength Index (RSI) weiter gefallen.
Im Vierstundenchart fällt etwas auf. Der Kurs liegt weiterhin deutlich höher als am 20. September, als die Unterstützung bei 1,30 Dollar getestet wurde. Der Relative Strength Index (RSI) ist inzwischen jedoch tiefer gefallen als damals.
Der RSI misst auf einer Skala von 0 bis 100, wie stark sich ein Kurs bewegt. Man kann ihn sich wie einen Drehzahlmesser vorstellen: Er zeigt, wie viel Kraft hinter einer Bewegung steckt.
Dass dieser Wert weiter fällt, während der Kurs über seinem vorherigen Tief bleibt, wird als verdeckte bullishe Divergenz bezeichnet. Die Verkäufer erhöhen also den Druck, schaffen es aber nicht mehr, den Kurs so weit nach unten zu treiben wie am 20. September.
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