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Cardano verhindert Governance-Blockade: Weg für Leios ist frei

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Cardano hat die Abstimmung über die Neubesetzung seines Verfassungskomitees erfolgreich abgeschlossen. Am Ende stimmten 71,4 Prozent des aktiven DRep-Stakes und 56,5 Prozent des aktiven SPO-Stakes für die Governance-Action. Damit ist eine drohende Blockade der On-Chain-Governance abgewendet und eine zentrale Hürde für den geplanten Leios-Hard-Fork beseitigt.

Cardano-Abstimmung endet mit klarer Zustimmung

Die Governance-Action „Update Constitutional Committee 2026“ erreichte bis zum Ende der Abstimmung am 1. September um 23:44:51 deutscher Zeit beide erforderlichen Schwellen. Notwendig waren 67 Prozent der aktiven DRep-Stimmen und 51 Prozent des aktiven SPO-Stakes.

Aufseiten der DReps entfielen rund 3,6 Milliarden $ADA auf Ja-Stimmen. Bei den SPOs stimmte ein Stake von etwa 6,2 Milliarden $ADA zu. Ausdrückliche Nein-Stimmen beliefen sich auf rund 14,2 Millionen $ADA bei den DReps und etwa 2 Millionen $ADA bei den SPOs.

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Die Entscheidung beruft Marek Mahut, Philip DiSarro, Leandros BSP und Cardano Curia in das Verfassungskomitee. Ihre Amtszeiten laufen bis Epoche 799. Gemeinsam mit Eastern Cardano Council, Tingvard und Ace Alliance wird das Komitee nach der Umsetzung sieben Mitglieder umfassen.

Hoskinsons Appell mobilisiert die SPOs

Cardano-Gründer Charles Hoskinson hatte die SPOs am 31. August in einem Livestream zur Abstimmung aufgerufen. Zu diesem Zeitpunkt fehlten aufseiten der Pool-Betreiber noch rund sieben Prozentpunkte.

„Wir können nichts tun, wenn wir kein Verfassungskomitee haben. Es gibt Dinge, die wir erledigen müssen, um Leios zu integrieren, darunter die Aktualisierung der Verfassung und die Genehmigung des Hard Forks. Das ist derzeit eine Hürde.“

Bis zum Ende der Abstimmung stieg die SPO-Zustimmung auf 56,5 Prozent und lag damit 5,5 Prozentpunkte über der notwendigen Schwelle.

Ohne die Neubesetzung wären mehrere Mandate ausgelaufen und das arbeitsfähige Komitee auf drei Mitglieder geschrumpft. Damit hätte es unter der protokollseitigen Mindestgröße von fünf gelegen.

Verfassungsänderungen, Parameter-Updates, Treasury-Auszahlungen und Hard-Fork-Aktionen hätten in diesem Zustand nicht ratifiziert werden können. Lediglich Informationsaktionen und neue Governance-Aktionen zur Aktualisierung des Komitees wären weiterhin möglich gewesen.

Leios-Upgrade nimmt wichtige Governance-Hürde

Hoskinson bezeichnete die Abstimmung als eine der letzten institutionellen Hürden vor der Implementierung von Leios. Input Output habe die Entwicklung in den vergangenen zwei Jahren schrittweise an Intersect und externe Firmen übergeben. Im kommenden Jahr sollen Drittanbieter die laufende Entwicklung des Haskell-Nodes vollständig übernehmen.

„Wir müssen zu Ende bringen, was wir begonnen haben. Wir müssen Leios veröffentlichen, den Hard Fork aktivieren und die letzte Meile der Governance umsetzen. Außerdem müssen wir die bestehenden Institutionen stärken und sie in die Lage versetzen, sich selbst weiterzuentwickeln.“

Bis Anfang 2027 erwartet Hoskinson mindestens drei einsatzfähige Node-Implementierungen in Go, Rust und Haskell sowie mehr als zehn Entwicklungsfirmen, die an unterschiedlichen Teilen des Cardano-Stacks arbeiten.

Parallel verwies Hoskinson auf RealFi und das Bitcoin-DeFi-Projekt Pogun als mögliche Liquiditätstreiber. Für Pogun gebe es inzwischen rund 600 Millionen US-Dollar an „Soft Commitments“. Wie viel davon tatsächlich in Einlagen umgewandelt wird, ist noch offen. Hoskinson erwartet über mehrere Jahre jedoch zusätzliches TVL in Milliardenhöhe.

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