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Optimism lehnt langfristiges OP-Rückkaufversprechen ab, Käufe brechen um 87 % ein

source-logo  news-krypto.de 11 August 2026 16:50, UTC
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Rückkäufe brechen massiv ein

Das Rückkaufprogramm ist derzeit die wichtigste Nachfragequelle für den OP-Token. Die Foundation kauft monatlich OP-Token mit bis zu 50 Prozent der Superchain-Einnahmen zurück. Die Superchain bezeichnet die Gruppe von Blockchains, die auf der Software von Optimism basieren. Das Programm läuft über einen Zeitraum von einem Jahr.

Drei Käufe sind bislang dokumentiert und wurden von der Foundation am 7. August veröffentlicht. Mit den Einnahmen aus Januar wurden 1,57 Millionen OP gekauft. Im März wurden 6,95 Millionen Token erworben. Im April folgten lediglich noch 926.000 Token. Die Ausgaben in Ethereum sanken dabei von 367,9 $ETH im März auf 50,2 $ETH im April. Der April-Kauf hatte einen Gegenwert von rund 95.000 US-Dollar. Alle drei Monate zusammen kommen auf 513,9 $ETH, was einem Wert von ungefähr 975.000 US-Dollar entspricht.

Coinbase-Abgang belastet Einnahmen

Ein wichtiger Hintergrund ist der Weggang des Base-Netzwerks von Coinbase aus dem OP Stack im Februar. Base war die größte Blockchain innerhalb der Superchain-Gruppe. Nach dieser Nachricht fiel der OP-Token um 23 Prozent. Wenige Wochen später baute Optimism mehr als 20 Prozent seiner Belegschaft ab. Auf die Frage nach den Auswirkungen auf zukünftige Einnahmen lehnte die Foundation eine Prognose ab. Auch eine Verpflichtung zur Fortsetzung des Rückkaufprogramms über die aktuelle Laufzeit hinaus blieb aus.

„Wir werden das Rückkaufprogramm am Ende seiner zwölfmonatigen Laufzeit unter Einbeziehung des Community-Feedbacks neu bewerten. Historisch gesehen veröffentlicht die Foundation keine Prognosen oder Projektionen zu den Superchain-Einnahmen“, teilte die Foundation schriftlich mit.

Siehe auch Optimism und Flashbots: Transaktionsverarbeitung neu definiert

216 Millionen Token stehen noch aus

Parallel dazu aktualisierte die Foundation die Versorgungstabelle in ihrem Budgetbericht. Die umlaufende Menge wird nun mit 2,288 Milliarden OP angegeben, gegenüber dem ursprünglich veröffentlichten Wert von 2,161 Milliarden. Auf Basis des aktualisierten August-Stands stehen noch rund 216 Millionen Token aus. Dies entspricht einem Wert von ungefähr 19,7 Millionen US-Dollar, oder etwa 9 Prozent der aktuellen Marktkapitalisierung des Tokens.

Die bisherigen Rückkäufe haben insgesamt 9,45 Millionen OP absorbiert. Das deckt lediglich 4,4 Prozent der noch ausstehenden Tokenmenge ab. Das Rückkaufprogramm kann den anstehenden Verkaufsdruck damit nur begrenzt abfedern.

Retro Funding und Airdrops ebenfalls auf Eis

Auch das Retro-Funding-Programm, das Förderprogramm für Entwickler, das im Januar pausiert wurde, ist im laufenden Jahr mit null angesetzt. Die Foundation erklärte, die Pause laufe auf einem eigenen zwölfmonatigen Zeitplan. Eine Wiederaufnahme werde nach Ablauf dieser Frist gemeinsam mit der Community bewertet. Aussagen zu möglichen Airdrops machte die Foundation keine.

Damit stehen die zwei wichtigsten Instrumente zur Stützung der OP-Nachfrage, das Rückkaufprogramm und Retro Funding, beide unter Vorbehalt. Der OP-Token notierte am Montag bei 0,091 US-Dollar und verzeichnete ein Tagesplus von 3,1 Prozent sowie einen Zuwachs von rund 12 Prozent über 30 Tage. Die entscheidende Frage bleibt, wie sich der Kurs verhält, sobald die nächste Tranche entsperrt wird.

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