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Movement Labs meldet Insolvenz an: Das müssen Anleger jetzt wissen

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Movement Labs, die ursprüngliche Entwicklungsgesellschaft hinter der Movement-Blockchain, hat in Delaware Gläubigerschutz nach Chapter 11 beantragt. Der Antrag weist 200 bis 999 Gläubiger, Vermögenswerte im niedrigen sechsstelligen Bereich und Verbindlichkeiten zwischen einer und zehn Millionen US-Dollar aus. Zu den größten Gläubigern gehört Mitgründer Rushi Manche.

Chapter 11 bedeutet zunächst keine unmittelbare Liquidation. Das Verfahren soll Unternehmen ermöglichen, ihre Schulden unter gerichtlicher Aufsicht zu restrukturieren. Für Movement Labs markiert es dennoch den vorläufigen Tiefpunkt eines Jahres voller Führungswechsel und Streitigkeiten.

$MOVE-Token unter Druck

Die Krise begann nach dem Launch des $MOVE-Tokens im Dezember 2024. Eine umstrittene Market-Making-Vereinbarung ermöglichte es einer einzelnen Gegenpartei, bereits einen Tag nach Handelsstart 66 Millionen $MOVE auf den Markt zu werfen. Der Verkauf belastete den Kurs erheblich.

Im Mittelpunkt stand der Vermittler Rentech, der in Verträgen im Umfeld des Market Makers Web3Port auftauchte. Movement-Verantwortliche prüften später, ob sie über die Verbindung zwischen beiden Unternehmen getäuscht worden waren. Rentech wies die Vorwürfe zurück.

Binance sperrte das beteiligte Market-Making-Konto wegen mutmaßlichen Fehlverhaltens. Movement startete daraufhin ein Rückkaufprogramm und beauftragte eine externe Untersuchung. Im Mai 2025 trennte sich das Unternehmen zudem von Mitgründer Manche.

Movement-Blockchain soll weiterlaufen

Die Insolvenz betrifft ausschließlich MVMT Labs. Bereits Ende 2025 hatte die rechtlich eigenständige Move Industries die operative Verantwortung für das Netzwerk und einen Großteil der Mitarbeiter übernommen. Move-Industries-CEO Torab Torabi betonte nach Bekanntwerden des Antrags, sein Unternehmen sei nicht Teil des Verfahrens und arbeite normal weiter.

Movement hatte sich zuletzt von seinem ursprünglichen Fokus auf Ethereum-Skalierung entfernt. Stattdessen soll das Netzwerk künftig vor allem Stablecoin-Zahlungen, Überweisungen und grenzüberschreitende Abwicklungen in Schwellenländern ermöglichen. Dafür kündigte Move Industries im Juni den Zugang zu lizenzierter Zahlungsinfrastruktur in den USA, Kanada und der Europäischen Union an.

Die Insolvenz bedeutet daher nicht automatisch das Ende der Blockchain. Sie dürfte jedoch das Vertrauen in das Projekt weiter belasten. Entscheidend wird sein, ob Move Industries glaubhaft zeigen kann, dass der operative Neustart tatsächlich von den Altlasten bei Movement Labs getrennt ist.

Bitcoin hält sich währenddessen stabil bei rund 66.000 US-Dollar – ein Altcoin hingegen ist zuletzt in die Höhe geschossen.

btc-echo.de