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Safirum lanciert regulierten Franken-Stablecoin auf Solana

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Mit CHF-S will das Schweizer Fintech Safirum den Franken in die Blockchain-Welt bringen. Der vollständig durch Schweizer Franken gedeckte Stablecoin soll im dritten Quartal 2026 starten und richtet sich insbesondere an Banken, Kryptobörsen und institutionelle Investoren.

Die Schweizer Fintech-Firma Safirum AG mit Sitz in Rotkreuz hat die Einführung ihres Stablecoins CHF-S angekündigt. Das Unternehmen erhielt kürzlich die Mitgliedschaft beim VQF, einer von der FINMA anerkannten Selbstregulierungsorganisation. Damit schafft Safirum die regulatorischen Voraussetzungen für die Emission eines Franken-Stablecoins in der Schweiz. Die Markteinführung ist für das dritte Quartal 2026 vorgesehen.

Vollständig durch Schweizer Franken gedeckt

Laut Safirum wird jeder ausgegebene CHF-S-Token im Verhältnis 1:1 durch Schweizer Franken gedeckt. Die entsprechenden Fiat-Reserven sollen auf separaten Konten bei Schweizer Depotbanken gehalten werden. Neue Token werden erst nach erfolgreicher Durchführung von Identifikations- und Compliance-Prozessen sowie nach Eingang der entsprechenden Gelder ausgegeben.

Der Stablecoin wurde nach Angaben des Unternehmens unter Berücksichtigung der regulatorischen Anforderungen der Schweiz entwickelt, insbesondere im Hinblick auf die FINMA-Aufsichtsmitteilung 06/2024 zu Stablecoins.

Fokus auf institutionelle Anwendungen

Safirum positioniert CHF-S nicht primär als Retail-Produkt, sondern als Infrastruktur für professionelle Marktteilnehmer. Zu den möglichen Anwendungsfällen zählen:

  • B2B-Zahlungen
  • Treasury-Management
  • Grenzüberschreitende Transaktionen
  • Abwicklung tokenisierter Vermögenswerte

Durch die Nutzung eines digitalen Frankens sollen Transaktionen schneller, programmierbarer und effizienter abgewickelt werden können.

Solana als technologische Grundlage

Technisch basiert CHF-S auf der Solana-Blockchain und dem Token-2022-Standard. Besonders hervor hebt Safirum die Integration von KYC- und Whitelisting-Funktionen direkt auf Wallet-Ebene. Dadurch können Transaktionen zwischen nicht verifizierten Wallets bereits auf Protokollebene verhindert werden.

Als Gründe für die Wahl von Solana nennt das Unternehmen die hohe Skalierbarkeit, niedrige Transaktionskosten sowie die Möglichkeit, regulatorische Anforderungen direkt in die Infrastruktur einzubetten. Damit unterscheide sich CHF-S von vielen bestehenden Stablecoins, die auf Ethereum oder älteren Blockchain-Netzwerken basieren.

Schweizer Franken als digitales Wertaufbewahrungsmittel

Für Safirum ist der Schweizer Franken ein bislang wenig erschlossener Markt im Stablecoin-Sektor. Während der globale Stablecoin-Markt heute überwiegend von US-Dollar- und Euro-basierten Lösungen dominiert wird, sieht das Unternehmen Potenzial für eine regulierte Franken-Alternative.

«Der globale Stablecoin-Markt zeigt, wie gross die Nachfrage nach digitalen Formen souveräner Währungen bereits ist. Bislang wird dieser Markt vor allem von Lösungen in US-Dollar und Euro dominiert. Mit CHF-S schaffen wir eine vollständig durch Schweizer Franken gedeckte Stablecoin-Lösung und schliessen damit eine relevante Marktlücke», erklärt Mitgründer und CEO Bastien Thiébaud.

Safirum argumentiert zudem, dass der Schweizer Franken aufgrund seiner langfristigen Stabilität und Kaufkrafterhaltung besonders gut für digitale Finanz- und Zahlungssysteme geeignet sei.

Aufbau eines Compliance-Netzwerks

Für die Umsetzung des Projekts arbeitet Safirum mit mehreren spezialisierten Partnern zusammen. Als strategischer Partner fungiert die Firma Maverix Securities, die institutionelle Vertriebskanäle und Finanzmarktexpertise einbringt. Für digitale Identitätsprüfungen sowie KYC- und AML-Prozesse setzt Safirum auf die Lösungen von Sumsub. Unterstützung im Bereich Compliance erhält das Unternehmen von JayBee, während Lawside Rechtsanwälte die rechtliche Beratung übernimmt.

Ein weiterer Schritt für den digitalen Franken

Mit CHF-S entsteht eines der ambitioniertesten Stablecoin-Projekte mit Schweizer Franken als Basiswährung. Während zahlreiche Stablecoins weltweit bereits eine zentrale Rolle im Kryptomarkt spielen, könnte ein regulierter und institutionell ausgerichteter Franken-Stablecoin die Attraktivität des Schweizer Finanzplatzes im Bereich digitaler Vermögenswerte weiter stärken.

Ob sich CHF-S gegen die Dominanz von Dollar-Stablecoins wie USDT oder USDC behaupten kann, wird sich nach dem geplanten Start im dritten Quartal 2026 zeigen. Klar ist jedoch: Der Wettbewerb um digitale Versionen staatlicher Währungen erreicht zunehmend auch die Schweiz.

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