Warum es wichtig ist: Trotz der zunehmenden institutionellen Akzeptanz leidet Krypto laut Stellar-CMO Jason Karsh weiterhin unter einer Branding-Lücke.
- Karsh sagte, die Branche verlasse sich zu sehr auf „esoterische Wörter und Ausdrucksweisen“, die alltägliche Nutzer entfremden.
- Er argumentierte, dass die Kryptowährung aufgrund der spekulativen Manie „zu früh in der Öffentlichkeit ihren Höhepunkt erreicht habe“, was ihr eigentliches Potenzial verzerrt.
- Die größere Chance: der Wiederaufbau globaler Finanzinfrastrukturen, um Werte effizienter zu bewegen und zu speichern.
Das Gesamtbild: Stellar positioniert sich im Zentrum der Tokenisierung und grenzüberschreitenden Zahlungen, während Institutionen in den Kryptobereich eintreten.
- Das Netzwerk konzentriert sich seit seiner Einführung im Jahr 2014 auf Zahlungen und reale finanzielle Anwendungsfälle.
- Dieser langfristige Ansatz zahlt sich nun aus, da Regulierungsbehörden sich gegenüber Stablecoins und tokenisierten Vermögenswerten aufgeschlossen zeigen.
- Karsh sagte, das Ziel sei es, schließlich „Billionen“ von Dollar on-chain zu bewegen, über frühe Pilotprogramme hinaus.
Zwischen den Zeilen: Stablecoins entwickeln sich zunehmend zum Einstiegsprodukt in die Kryptowelt, doch die Kommunikation bleibt eine Herausforderung.
- Karsh bezeichnete Stablecoins als „den entscheidenden ersten Anwendungsfall“, da sie vertrauten Fiat-Währungen entsprechen.
- Dennoch bleiben breitere Zielgruppen skeptisch oder sind verunsichert darüber, wie sie funktionieren.
- Er schlug vor, sie als programmierbare Dollar neu zu definieren, die Erträge erzielen und sich sofort bewegen.
Was sie sagen: Karsh setzt eine klare Abkehr vom kurzfristigen, auf Hype basierenden Krypto-Marketing durch.
- „Man muss versuchen, langsam reich zu werden … jeden Tag Wert zu schaffen“, sagte er.
- Er kritisierte Projekte, die Token-Einführungen über nachhaltige Produkte stellen.
- Starke Marken, fügte er hinzu, entstehen durch konsequente Umsetzung und die Abstimmung von Produkt und Botschaft.
Was kommt als Nächstes: Die nächste Welle der Akzeptanz könnte von der Infrastruktur kommen, nicht von Spekulation.
- Karsh erwartet, dass das Wachstum aus der Ablösung traditioneller Finanzsysteme durch Blockchain-Infrastrukturen resultieren wird.
- Er sagt voraus, dass sowohl Menschen als auch KI-Agenten das Transaktionswachstum vorantreiben werden, wobei Agenten letztendlich das Volumen dominieren.
- Der kurzfristige Erfolg hängt jedoch zunächst davon ab, „100 Millionen Menschen“ an Bord zu holen.