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Ethereum ist laut Chef der CFTC ein Wirtschaftsgut und kein Wertpapier


cryptomonday.de 2019-10-11 15:00
Lesezeit: ~3 Min.

Kryptowährungen wie Ethereum und Bitcoin sind eine neuartige Erscheinung. Hinzu kommt, dass die über 2900 Coins viele verschiedene Zwecke erfüllen. Genau aus diesem Grund ist es für den Gesetzgeber nicht immer einfach festzulegen, ob es sich bei dem entsprechenden Token um ein Wertpapier (engl. „Security“) oder um ein Wirtschaftsgut (engl. „Commodity“) handelt. Diese Unterscheidung ist allerdings aus rechtlicher Sicht sehr wichtig, beispielsweise in Steuer Fragen. Nun hat der Chef der CFTC den Token des Ethereum Netzwerkes „Ether“ als Wirtschaftsgut eingestuft.

Ethereum ist wie Bitcoin auch ein Wirtschaftsgut

In einem Interview mit Yahoo Finance am gestrigen Donnerstag äußerte Heath Tarbert, der Chef der Commodity Futures Trading Commission (CFTC), seinen Meinung dazu, ob es sich bei dem nativen Token des Ethereum Netzwerkes um ein Wirtschaftsgut oder ein Wertpapier handelt. Tarbert ist dabei eindeutig und stuft Ether, wie Bitcoin vor einiger Zeit auch, als Wirtschaftsgut ein:

Wir haben uns bei Bitcoin sehr klar ausgedrückt: Bitcoin ist ein Wirtschaftsgut. Wir haben nichts über Ether gesagt – bis jetzt.  Als Vorsitzender der CFTC bin ich der Meinung, dass Ether ein Wirtschaftsgut ist.“

Tarbert stimmt der Ansicht der US Securities and Exchange Commission (SEC) zu, dass Bitcoin und Ether nicht als Wertpapiere eingestuft werden dürfen. Außerdem verrät er, dass die CFTC und SEC in dieser Angelegenheit kooperativ zusammenarbeiten.

Ethereums Dezentralität als Faktor

Laut dem Direktor für Unternehmensfinanzierung der SEC, Bill Hinman, spielt die Dezentralität bei Ethereum und Bitcoin eine entscheidende Rolle, warum diese keine Wertpapiere sind.

Hinman sagt, dass Bitcoin und Ether die Kriterien eines Wertpapiers aufgrund ihrer dezentralen Natur nicht erfüllen. Mit anderen Worten, BTC und ETH werden nicht von Dritten kontrolliert, „deren Bemühungen ein entscheidender Faktor in der Unternehmung sind“.

Einstufung der Token nicht immer einfach

Die Einstufung in „Wertpapier“ und „Wirtschaftsgut“ ist nicht immer so einfach, wie die klaren Aussagen der beiden Experten vermuten lassen. So ergeben sich bei Kryptowährungen viele Besonderheiten, die es so bisher auf den Finanzmärkten gegeben hat.

Laut Hinman sind die Coins zum Zeitpunkt des Mining wahrscheinlich eine Art Wertpapier, weil sie ausschließlich zum Zwecke der Wertsteigerung gehandelt werden und eben nicht um einen Zweck im Netzwerk zu erfüllen.

Weitere Besonderheiten gibt es bei Hard Forks und ICOs. Bei ganz neuen Kryptowährungen, die aufgrund eines Hard Forks entstanden sind, sollten laut Tarbert die gleichen Bestimmungen gelten, wie für den Ursprungs-Coin. Außerdem soll es auch möglich sein, dass Token bei der ICO erst ein Wertpapier ist und dann im Laufe der Zeit durch ihre Funktion im Netzwerk zu einem Wirtschaftsgut werden.

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