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Krypto-Scams: Binance, Solana und OpenSea wollen Anleger schützen

Sicherheit

de.beincrypto.com 21 Mai 2022 05:25, UTC
  
Lesezeit: ~4 Min.

Binance, OpenSea und Solana zählen zu den namhaften Unternehmen, welche das neue Projekt Chainabuse unterstützen. Das Unternehmen ermöglicht Usern, sich vor Krypto-Scams zu schützen.

Bist du schon einmal auf einen Scam hereingefallen? Oder wurde dir bereits Krypto durch einen Hack gestohlen? Chainabuse bietet eine Möglichkeit, User vor solchen Vorkommnissen zu warnen. Sogar Binance, Solana und OpenSea zählen zu den Unterstützern.

Knapp 7,7 Milliarden US-Dollar wurden laut Chainalysis-Report im Jahr 2021 von Usern durch Scams und Rug-Pulls erbeutet. Rug-Pulls sind Hintertüren im Smart Contract, welche den Programmierern ermöglichen alle Token auf einer Blockchain auszuzahlen. Natürlich sich selbst. Besorgniserregend ist zwar nicht die Zahl an sich, sondern der 81-prozentige Anstieg verglichen zum Jahr 2020.

Bei Hacks sind es im Vergleich noch einmal mit 9,8 fast 2 Milliarden US-Dollar mehr. Diese Betrügereien stellen für den Krypto-User die größte Herausforderung dar, wenn es ums Investieren geht.

1/3 We are proud to announce the launch of @chainabuse: a community-driven multi-chain reporting tool designed to identify and expose scams, hacks, and other fraudulent activity.
Read more here ⬇️https://t.co/jz3bE9fWR5

— Hedera (@hedera) May 18, 2022

Welche Möglichkeiten haben Opfer eines Krypto-Scams?

Opfer von Scams oder Hacks müssen derzeit leider tapfer sein: Es gibt keine wirkliche Lösung für das Problem. Aufgrund eigener Betroffenheit haben wir nach einem Hack mit MetaMask Kontakt aufgenommen und folgende Antwort erhalten. MetaMask zählt zu den populärsten Self-Custody Wallet-Anbietern. Dies sind all jene Wallets, bei denen du selbst die Private-Keys hältst.

Kurzfassung: “Wir können die Transaktionen nicht rückgängig machen. Falls unautorisierte Transaktionen von ihrem Wallet ausgingen, sind sie gehackt worden. Am besten wäre, wenn sie das Wallet nicht mehr benutzen, ihren Computer checken und sich eine neue Wallet einrichten.”

Opfern von Scams geht es mitunter gleich. Diese gibt es tatsächlich wie Sand am Meer. Wenn du in einigen Telegram oder Discord Gruppen bist, weißt du bestimmt um die Problematik Bescheid. Betrüger versuchen ihr Glück oft, indem sie User mit exklusiven ICO-Deals oder falschen Webseiten locken. Sobald User dann deren Private Key eingeben, ist der Kampf schon verloren.

Dazu haben kluge Köpfe von TRM Labs eine Lösung gefunden.

Binance, Solana und Opensea unterstützen das Vorhaben

TRM Labs, das Unternehmen, hinter Chainabuse hat sich zum Ziel genommen, ein Reporting-Tool für die Community zu schaffen. Jedes einzelne Opfer kann auf der Plattform über ihm widerfahrene Scams, Hacks oder andere Verbrechen berichten – vollkommen kostenlos.

Die Plattform operiert auf mehreren Chains und soll durch Daten von Betroffenen gefüttert werden, um wiederum andere User auf Betrüger aufmerksam zu machen. Das ganze funktioniert so, dass User nach kostenlosem Login einen Report ausfüllen können. Dieser wird dann von Chainabuse veröffentlicht und andere User können kommentieren oder dafür bzw. dagegen stimmen (rechts im Bild):

Bevor du allerdings Krypto auf eine dir unbekannte Adresse sendest, kannst du die Wallet auf betrügerische Aktivitäten direkt auf Chainabuse kontrollieren:

“Mit der Evolution der digitalen Welt zur Massenadaption, ist es notwendig eine Lösung wie Chainabuse zuhaben. Diese fördert die Crypto Community, um mit regulierten Exchanges zu arbeiten und Betrüger aufzudecken.”

Tammy Weinrib, Chief Compliance Officer von Binance.US, sieht Chainabuse als wichtiges Tool für die Krypto-Community.

Binance, Solana und OpenSea zählen als die größten Unterstützer von Chainabuse. Auf die Frage, ob Binance oder Solana, etwas gegen offensichtliche Betrüger unternehmen würden, wollte uns das Team nicht antworten. Man könne nicht im Namen der Partner sprechen, hieß es. Dafür wurde uns geraten, falls wir nochmal Opfer eines Hacks werden, den Kontakt zum FBI, Europol oder anderen dafür zuständigen Behörden zu suchen.

Zudem haben Opfer die Möglichkeit, mit den in den Reports gesammelten Daten Nachweise bei den zuständigen Behörden zu erbringen. Behörden können bei einer hohen Interaktionsrate durch User somit auch leichter feststellen, ob es sich tatsächlich um Scams handle oder nicht. Zusätzlich wird uns noch geraten, vor jeder Transaktion die Wallet-Adresse zu kontrollieren.

Nachdem du ja jetzt weißt, welches Programm dir hilft, steht deinem erfolgreichen Krypto-Trading nichts mehr im Weg. Gut, die EU könnte noch Self-Custodial Wallets verbieten – aber das ist wieder ein anderes Thema.


   Quelle
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