Bithumb hat den Vorfall der südkoreanischen Cybersicherheitsbehörde KISA und der Datenschutzaufsicht gemeldet.
Nach Angaben der Kryptobörse ist das betroffene System vollständig von der Handelsplattform getrennt. Die Hacker hätten deshalb keinen Zugriff auf die Krypto-Bestände der Kunden erlangen können.
Bislang gibt es keine Meldungen über gestohlene Krypto-Guthaben. Ob der Vorfall Ein- und Auszahlungen beeinträchtigt hat, ist noch unklar.
Weitere südkoreanische Finanzunternehmen betroffen
Bithumb ist nicht das einzige Finanzunternehmen in Südkorea, das mit Sicherheitsproblemen zu kämpfen hat.
Der Wertpapierbroker Daishin Securities teilte mit, dass persönliche Daten und Finanzdaten von 38.490 Kunden abgeflossen seien. Auch der Vermögensverwalter Mirae Asset Global Investments entdeckte verdächtige Zugriffe auf seine Systeme. Kundendaten seien jedoch nicht betroffen, erklärte das Unternehmen.
Die südkoreanische Finanzaufsicht FSS untersucht die Vorfälle. Nach Angaben des Finanzaufsehers Lee Chan-jin waren bereits Anfang dieses Monats 16 Finanzunternehmen von Cyberangriffen betroffen.
Für Bithumb ist es zudem nicht der erste Vorfall, der Zweifel an den internen Kontrollen aufkommen lässt.
Im Februar schrieb die Kryptobörse ihren Kunden aufgrund eines menschlichen Fehlers insgesamt 620.000 Bitcoin (BTC) gut. Der damalige Gegenwert lag bei mehr als 40 Milliarden Dollar. Tatsächlich hatte Bithumb 620.000 südkoreanische Won auszahlen wollen.
Die Börse konnte nahezu alle irrtümlich gutgeschriebenen Bitcoin zurückholen. Unternehmenschef Lee Jae-won räumte damals Mängel bei den internen Kontrollen ein.