Computer für bis zu 30.000 Euro
Das System hieß Hashburst. Beworben wurde es nach Angaben der Trentiner Tageszeitung L’Adige auf Konferenzen in bekannten Hotels im Trentino, in sozialen Netzwerken und über die Kontakte eines örtlichen Finanzberaters. Einige Verdächtige sollen sich als IT-Fachleute ausgegeben haben. Die Geräte kosteten zwischen 4.000 und 30.000 Euro und sollten mithilfe von KI Bitcoin, Ether, Dogecoin und Litecoin schürfen.
In Aussicht gestellt wurden Erträge von 0,8 bis 1 Bitcoin im Monat oder im Jahr. Beim aktuellen Kurs von rund 72.400 Euro entspräche ein Bitcoin mehr als dem Doppelten des teuersten Geräts. Nach den Ermittlungen handelte es sich jedoch um selbst zusammengebaute PCs mit geringer Rechenleistung. Auch die Apps und Websites, auf denen Anleger ihre Gewinne verfolgen konnten, sollen gefälscht gewesen sein. Wer nachfragte, erhielt einige Dutzend Euro und Erklärungen über technische Probleme oder einen Eigentümerwechsel.
Warum die Rechnung nicht aufgehen konnte
Bitcoin wird seit Jahren nur noch mit Spezialrechnern wirtschaftlich geschürft, sogenannten ASICs. Ein gewöhnlicher PC kommt gegen deren Rechenleistung nicht an. Zudem entstehen seit der Halbierung der Blockbelohnung im April 2024 im gesamten Netzwerk nur rund 450 neue Bitcoin pro Tag, verteilt auf alle Miner weltweit.
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