Betrugsvorwürfe im Zusammenhang mit Bitcoin führten zu einer Haftstrafe in einem Bundesgefängnis für Sze Man Yu Inos. Der Fall verdeutlicht, wie persönliches Vertrauen und falsche Investitionsversprechen ältere Opfer erheblichen Verlusten aussetzen können. Wichtige Erkenntnisse:
- Inos wurde zu einer Haftstrafe verurteilt, nachdem die Staatsanwaltschaft falsche Bitcoin-Investitionsversprechen dargelegt hatte.
- Die Opfer auf Saipan mussten mit größeren finanziellen Schäden rechnen, da sich das Betrugsmanöver geografisch ausweitete.
- Die Bundesstaatsanwaltschaft stellte den Fall als Warnung vor Betrug durch Ausnutzung persönlicher Beziehungen dar.
Das Urteil wegen Bitcoin-Betrugs verdeutlicht Verluste älterer Opfer
Ein Betrugsmanöver, das auf falschen Bitcoin-Investitionsversprechen und persönlichem Vertrauen basierte, endete am 23. April 2026 mit einer 71-monatigen Haftstrafe in einem Bundesgefängnis für Sze Man Yu Inos, auch bekannt als Yuki. Die Staatsanwaltschaft erklärte, Inos habe ältere Frauen ins Visier genommen, ihr Vertrauen gewonnen und falsche Behauptungen über Reichtum, geschäftlichen Erfolg und Investitionen genutzt, um an Geld zu gelangen.
Der 30-jährige Inos wurde von der vorsitzenden Richterin Ramona V. Manglona am US-Bezirksgericht für die Nördlichen Marianen, einem US-Territorium, nach einer Verurteilung wegen Überweisungsbetrugs verurteilt. Das Gericht ordnete außerdem drei Jahre Bewährung, 100 Stunden gemeinnützige Arbeit, eine Entschädigung in Höhe von 769.355,67 US-Dollar sowie eine obligatorische Sonderabgabe von 200 US-Dollar an. Ein separates strafrechtliches Geldbeschlagnahmungsurteil in Höhe von 684.848,34 US-Dollar wurde erlassen. Die Staatsanwaltschaft erklärte, Inos habe von November 2020 bis Januar 2022 ältere Frauen in Saipan und Guam angesprochen. Sie gab vor, aus einer wohlhabenden Familie in China zu stammen, mehrere Unternehmen zu besitzen und durch Bitcoin-Investitionen Geld verdient zu haben. US-Staatsanwalt Shawn N. Anderson warnte:
„Kriminelle, die Affinitätsbetrug begehen, nutzen unsere Bereitschaft aus, anderen zu vertrauen.“
Die Staatsanwaltschaft erklärte, sie habe teure Mahlzeiten, Geschenke und persönliche Geschichten genutzt, um Vertrauen aufzubauen, bevor sie um Geld bat. Das Betrugsmanöver erfasste später weitere Opfer in Washington und Kalifornien.
Die Bundesstaatsanwaltschaft beschreibt vertrauensbasierten Investitionsbetrug
Im Mittelpunkt des Falls standen Beziehungen, die laut Staatsanwaltschaft dazu genutzt wurden, sich finanziellen Zugang zu verschaffen. Inos freundete sich mit älteren Frauen an, schilderte persönliche Probleme, die nicht real waren, und gab den Opfern das Gefühl, emotional wichtig für sie zu sein. Oft sagte sie ihnen: „Du bist wie meine Mutter.“ Nachdem sie ihr Vertrauen gewonnen hatte, forderte sie laut Staatsanwaltschaft unter Vorspiegelung falscher Tatsachen Geld und warb um Bitcoin-Investitionen. Das Verhalten hörte laut Staatsanwaltschaft auch nach ihrer Abreise von den Marianen nicht auf. Das FBI teilte zudem mit, dass Inos die Unterschrift eines Bundesrichters gefälscht habe, um ihre Machenschaften zu erleichtern. David Porter, leitender FBI-Sonderermittler in Honolulu, sagte, ihre Handlungen zeugten von Verachtung sowohl gegenüber den Opfern als auch gegenüber der Rechtsstaatlichkeit. Das Urteil bedeutet für Inos eine Gefängnisstrafe, Bewährungsauflagen, gemeinnützige Arbeit und erhebliche finanzielle Strafen im Zusammenhang mit den entstandenen Verlusten. Anderson erklärte, sie habe ältere Frauen in mehreren Gerichtsbezirken ins Visier genommen und ihre Betrügereien fortgesetzt, während der Fall noch anhängig war. Porter erklärte, das Verhalten habe in mehreren Bundesstaaten finanziellen Schaden verursacht und Dutzende unschuldiger Opfer betroffen. Der Fall wurde vom Federal Bureau of Investigation untersucht und von dem stellvertretenden US-Staatsanwalt Garth R. Backe für den Bezirk der Nördlichen Marianen verfolgt. Die Staatsanwaltschaft stellte den Fall als Warnung dar, wie persönliches Vertrauen dazu missbraucht werden kann, falsche Investitionsversprechen zu untermauern.