Ein neuer Bericht des bekannten Forschers Arthur Gervais zeigt, wie sogenannte AI Agents künftig automatisierte Angriffe auf Smart Contracts ermöglichen könnten. Die Forscher nennen das in dem Paper beleuchtete System A1 ein “agentisches System”. Dahinter steckt ein KI-Agent, der mithilfe großer Sprachmodelle wie ChatGPT selbstständig Code analysieren, Angriffsideen entwickeln, testen und schließlich konkrete Exploits umsetzen kann.
8,6 Millionen US-Dollar Schaden: KI mit hoher Erfolgsquote
Brisant ist vor allem, dass die künstliche Intelligenz dafür weder tiefe Fachkenntnisse noch Zugriff auf geheime Informationen benötigt. Bereits mit öffentlich zugänglichem Code und historischen Blockchain-Daten generierte A1 in Tests voll funktionsfähige Exploits, und das mit einer Erfolgsquote von 63 Prozent. In einem Fall gelang ein Angriff mit einem Schaden in Höhe von 8,59 Millionen US-Dollar. Die Kosten pro Versuch liegen bei teilweise nur einem Cent. Insgesamt identifizierte A1 sogar Schwachstellen mit einem potenziellen Gesamtwert von über 9,3 Millionen US-Dollar.
Die KI nutzt sechs spezialisierte Tools, um den Smart Contract zu analysieren sowie Informationen über den Zustand der Blockchain zu besorgen, und testet verschiedene Varianten eines Angriffs so lange, bis eine tatsächlich funktioniert. Am Ende steht ein Proof-of-Concept, also ein ausführbarer Angriff. In den Tests wurden echte Blockchain-Zustände aus historischen Blocknummern verwendet, um zu prüfen, ob die Angriffe in der Realität funktioniert hätten.
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