Im Oktober des vergangenen Jahres wurde Radiant Capital, eine Plattform auf Arbitrum und der $BNB Chain, für 53 Millionen US-Dollar gehackt. Inzwischen ist bekannt geworden, dass der Hacker seine Beute durch geschickten Handel mit Ethereum ($ETH) nahezu verdoppelt hat. Laut On-Chain-Analyse verfügt die Wallet des Angreifers mittlerweile über mehr als 94 Millionen US-Dollar an Vermögenswerten. Wie hat der Hacker das geschafft?
Geschickter Handel mit $ETH
Im Oktober machte sich der Hacker mit mehr als 53 Millionen US-Dollar an Vermögenswerten davon. Der Hacker wandelte diese Vermögenswerte sofort in $ETH um und hielt diese Token anschließend zurück. Bis letzte Woche.
Blockchain-Analysten von EmberCN melden, dass der Hacker vergangene Woche 9.631 $ETH zu einem durchschnittlichen Preis von 4.562 US-Dollar für 43,9 Millionen Dai ($DAI) verkauft hat. Als der Kurs auf 4.096 US-Dollar zurückfiel, kaufte er 2.109,5 $ETH für 8,64 Millionen $DAI zurück. Die Wallet besitzt nun 14.436 $ETH und 35,29 Millionen $DAI, zusammen im Wert von 94,63 Millionen US-Dollar.
Hintergrund des Radiant-Hacks
Der Angriff auf Radiant Capital, ein Multi-Chain-DeFi-Protokoll, fand wie gesagt im Oktober 2024 statt. Dabei wurde die Multisignature-Wallet des Teams über spezielle macOS-Malware kompromittiert. Der Angreifer konnte Token aus Kreditpools sowohl auf Arbitrum (ARB) als auch auf der $BNB Chain ($BNB) abziehen.
Die erbeuteten Vermögenswerte wurden damals direkt in 21.957 $ETH umgewandelt, mit einem Wert von 53 Millionen US-Dollar bei einem Ethereum Kurs von rund 2.500 US-Dollar.
Sicherheitsexperten vermuten, dass der Angriff mit der nordkoreanischen AppleJeus-Gruppe in Zusammenhang steht, die für frühere Angriffe auf Börsen und DeFi-Plattformen bekannt ist. Radiant arbeitete nach dem Hack mit dem FBI, Chainalysis und mehreren Web3-Sicherheitsunternehmen zusammen, doch die Chance auf Rückgewinnung scheint sehr gering.
Der Vorfall war der zweite Hack bei Radiant im Jahr 2024, nach einem früheren Flashloan-Angriff über 4,5 Millionen US-Dollar. Damit unterstreicht der Fall die anhaltenden Sicherheitsrisiken im DeFi-Sektor, der auch 2025 bereits erhebliche Verluste verzeichnet.