- T-Mobile wurde zur Zahlung von 33 Millionen Dollar verurteilt, nachdem Sicherheitslücken zu einem SIM-Swap-Angriff führten.
- Der Fall gilt als größte bekannte Entscheidung im Zusammenhang mit SIM-Swap-Betrug und betrifft den Diebstahl von 1.500 Bitcoin und 60.000 Bitcoin Cash.
T-Mobile wurde zu einer Zahlung von 33 Millionen Dollar verurteilt, nachdem Sicherheitslücken im System des Unternehmens zu einem schwerwiegenden SIM-Swap-Angriff und dem anschließenden Diebstahl von 1.500 Bitcoin und 60.000 Bitcoin Cash geführt hatten.
Die Entscheidung wurde nach einem zwölftägigen Schiedsverfahren getroffen und gilt als die höchste bekannte Entschädigung in einem SIM-Swap-Fall.
T-Mobile, one of the world's largest telecom operators, was ordered to pay $33 million for a SIM card attack vulnerability. The case is the highest amount of SIM swap-related cases known to date, involving serious security vulnerabilities in T-Mobile, which led to SIM swap…
— Wu Blockchain (@WuBlockchain) March 30, 2025
Der Vorfall ereignete sich im Februar 2020 und betraf den Technologie-Unternehmer Joseph „Josh“ Jones. Angreifer konnten seine T-Mobile-Telefonnummer auf eine von ihnen kontrollierte SIM-Karte übertragen, wodurch sie Zugriff auf seine Kryptowährungsbestände erhielten.
Die Hacker entwendeten mehr als 1.500 Bitcoins und etwa 60.000 Bitcoin Cash, die zum damaligen Zeitpunkt einen Wert von etwa 38 Millionen Dollar hatten.
Schwerwiegende Sicherheitsmängel trotz zusätzlicher Schutzmaßnahmen
Besonders beunruhigend an diesem Fall ist, dass Jones bereits zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen für sein T-Mobile-Konto implementiert hatte, darunter einen achtstelligen PIN-Code, der jegliche Änderungen hätte verhindern sollen.
Dennoch gelang es den Angreifern, diese Sicherheitsvorkehrungen zu umgehen. Die Anwaltskanzlei Greenberg Glusker, die Jones vertrat, argumentierte, dass die Täter möglicherweise eine Hintertür in den Systemen von T-Mobile ausgenutzt haben könnten.
Das Schiedsgericht stellte fest, dass T-Mobile für
„zahlreiche Sicherheitsmängel verantwortlich war, die zu SIM-Swapping-Angriffen führten und den Diebstahl von Kryptowährungen ermöglichten“.
Die Gesamtsumme von 33 Millionen Dollar umfasst mehr als 6,5 Millionen Dollar an Anwaltsgebühren, Kosten und Zinsen. SIM-Swap-Angriffe nutzen die Schwachstelle aus, dass viele Verbraucher SMS als Zwei-Faktor-Authentifizierungsmethode (2FA) verwenden.
Durch die Übertragung einer Telefonnummer mittels SIM-Swap können Angreifer unbefugten Zugriff auf die Konten der Opfer erlangen, einschließlich Bank- und Kryptowährungs-Wallets.
Die Anwälte von Greenberg Glusker erklärten den Mechanismus des SIM-Swap-Betrugs:
„Wenn ein unbefugter SIM-Swap stattfindet, wird Ihr Telefon vom Netzwerk getrennt. Während dieser Zeit leitet der Anbieter Ihre Anrufe und Nachrichten an ein Telefon weiter, das von der böswilligen Partei kontrolliert wird“.
Pierce O’Donnell, der leitende Anwalt von Greenberg Glusker, bezeichnete die Entscheidung als
„die größte bekannte SIM-Swap-bezogene Entscheidung und einen bedeutenden Sieg für Mobilfunkkunden“.
Die Kanzlei hat einen Antrag beim Los Angeles Superior Court eingereicht, um das Urteil zu bestätigen und die Details des Falles öffentlich zu machen.
T-Mobile hatte offenbar versucht, einige Details des Falles unter Verschluss zu halten, doch die Anwaltskanzlei machte die Einigung öffentlich, da Verbraucher das Recht hätten zu erfahren,
„wie leicht SIM-Swaps vorkommen können“.
Bitcoin (BTC)-Preisanalyse
In den letzten 24 Stunden verzeichnete der BTC-Kurs einen leichten Rückgang von 0,87 % auf 82.223,62 $ zum Redaktionszeitpunkt (31.03.2025, 08:03 Uhr). Im Verlauf der letzten Woche gab es ebenfalls einen Abwärtstrend, mit einem Minus von 5,48 %.