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Bitcoin Mining Verbot in China: „Billionen Dollar-Fehlentscheidung“


cryptomonday.de 28 Juni 2021 07:00, UTC
Lesezeit: ~2 Min.

Nach dem Bitcoin Mining Verbot in China steht der Bitcoin Kurs weiter unter Druck – trotz eines Anstieges um sechs Prozent innerhalb der letzten 24 Stunden. Michael J. Saylor, CEO von Microstrategy, sieht in der Haltung von China jedoch einen Fehler in Billionenhöhe.

Saylor erklärte im Interview mit Bloomberg TV, dass China einen großen Fehler begehe. Kurz nachdem bereits Tesla den Bitcoin als Zahlungsmittel aufgrund des intensiven Stromverbrauchs wieder ablehnte, ging China gegen die ansässigen Miner hart vor. So wurden in den wichtigsten Provinzen alle Mining Zentren zur Abschaltung aufgefordert.

Die Behörden gehen aktuell Betrieben nach, die das Mining noch nicht komplett abgestellt haben. Als Folge dessen brach die Hashrate enorm ein. Gleichzeitig sorgten die negativen Meldungen zu einem Abverkauf auf dem Kryptomarkt. Der Bitcoin liegt aktuell ungefähr 50 Prozent unter dem am 14. April 2021 erreichten Allzeithoch von rund 64.800 USD.

Mining Verbot sei ein „Billionen Dollar-Fehler“

Saylor kann die Entscheidung der chinesischen Regierung nicht nachvollziehen. Viele Leute sahen sich durch die Restriktionen dazu gezwungen, Kryptowährungsbestände zu verkaufen. Dies bewege den Kurs nach unten.

„Es ist eine Tragödie für die chinesischen Miner. Es ist ein geopolitischer Fehler für China – aber ich nehme an, sie könnten es sich leisten, einen Billionen-Dollar-Fehler zu machen“

Dies sei allerdings ein Glücksfall für die Bitcoin Mining Zentren in Nordamerika, die durch die Schließungen der Mining Zentren in China von deutlich höheren Gewinnen profitieren würden. In Zukunft könnten viele Bitcoin Mining Zentren auch in Lateinamerika – etwa El Salvador, Paraguay oder Argentinien den Betrieb aufrechterhalten.

Fallender Kurs stellt Vorteil für Unternehmen dar

Zwar sei das Bitcoin Mining Verbot in seinen Augen ein riesengroßer Fehler für die chinesische Regierung, doch gerade Investoren und Unternehmen komme dies gelegen. Microstrategy hat erst kürzlich wieder rund 13.000 Bitcoins für unter 500 Millionen USD erworben.

„Firmen wie meine haben Bitcoin im Bereich von 30.000 USD gekauft. Wir hätten das Doppelte oder sogar das Dreifache bezahlt, wenn es den China-Exodus nicht gegeben hätte. Also haben wir davon profitiert.“


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