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Russland verbietet Bitcoin-Mining in zwei weiteren Regionen bis 2031

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Russland hat sein Vorgehen gegen Kryptowährungs-Mining ausgeweitet und ein ganzjähriges Verbot des Bitcoin-Mining in großen Teilen der Republik Burjatien und des Zabaykalsky Krai verhängt. Die Beschränkungen traten am 1. April in Kraft und bleiben bis zum 15. März 2031 bestehen.

Der Umzug betrifft 19 Bezirke und die Stadt Ulan-Ude in Burjatien sowie 14 Gemeinden im Kraj Zabaykalsky. Beide Regionen arbeiteten zuvor während der Hauptwintermonate unter saisonalen Beschränkungen. Diese Grenzen sind jetzt dauerhaft.

Warum diese Regionen

Die russische Regierung nannte den wachsenden Druck auf die regionalen Stromnetze als Hauptgrund. Die Energienachfrage in beiden Gebieten ist gestiegen, und Bergbauaktivitäten wurden als bedeutender Beitrag zur Netzinstabilität identifiziert.

Russland hat seit Dezember 2024 die regionalen Bergbauverbote ausgeweitet, womit die Gesamtzahl der betroffenen Regionen auf 15 steigt.

Eine illegale Farm, die eine Uranmine getroffen hat

Der Zeitpunkt des Verbots ist nicht ohne Kontext. Im Dezember 2025 schlossen FSB- und Innenministeriumsbeamte im Zabaykalsky Krai eine illegale Bergbaufarm im Bezirk Priargunsky.

Die Farm bezog Strom von einem Uranbergbauunternehmen und verursachte Schäden, die auf über fünf Millionen Rubel geschätzt wurden. Nach russischem Recht wurde ein Strafverfahren wegen besonders großflächiger Sachschäden durch Täuschung und Vertrauensmissbrauch eröffnet.

Der Fall zeigte die Art von nicht registrierten, energieabsaugenden Aktivitäten auf, die Moskau nun sowohl durch regionale Verbote als auch durch neue Gesetzgebung zu bekämpfen versucht.

Strafrechtliche Sanktionen stehen jetzt auf dem Tisch

Am 31. März wurde der Staatsduma ein Gesetzentwurf vorgelegt, der eine strafrechtliche Haftung für illegalen Bergbau vorschlug. Verstöße könnten Geldstrafen von bis zu zwei Millionen Rubel und Haftstrafen von bis zu fünf Jahren drohen, mit härteren Strafen für organisierte Gruppen. Straftäter, die den Schaden vollständig entschädigen, können Anklagen vermeiden.

Von schätzungsweise 50.000 aktiven Bergbauteilnehmern in Russland haben sich nur 1.489 formell bei den Steuerbehörden registriert. Das Gesetz soll voraussichtlich im Frühjahr verabschiedet werden und am 1. Juli in Kraft treten.

Legalisierung läuft parallel

Am 30. März genehmigte die Regierung ein separates Gesetzespaket zur formellen Legalisierung digitaler Währungen, das Anfang April vor der Staatsduma vorgelegt werden sollte. Russland scheint eine klare Grenze zwischen regulierter Teilnahme und allem anderen zu ziehen.

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