Das chinesische Bitcoin-Mining-Unternehmen Canaan Inc. arbeitet mit dem kanadischen Energieinfrastrukturunternehmen Aurora AZ Energy Ltd. zusammen, um ungenutztes Erdgas aus Bohrlöchern in Strom für Bitcoin-Mining-Anlagen umzuwandeln. Dieses Projekt trägt nicht nur zur Reduzierung von Emissionen bei, sondern demonstriert in Zeiten wachsenden Strombedarfs ein zukunftsfähiges, skalierbares Modell für eine effiziente und nachhaltige Energienutzung.
Pilotprojekt in Kanada
Canaan Inc., gegründet im Jahr 2013, ist auf die Entwicklung von ASIC-Chips, Mining-Hardware und Hochleistungsrechnern (High-Performance Computing) spezialisiert. Unter dem Markennamen Avalon brachte das Unternehmen die weltweit erste Serie von ASIC-basierten Mining-Maschinen auf den Markt und zählt heute neben Bitmain und MicroBT zu den führenden Anbietern der Branche.
Der Unternehmenssitz ist in Singapur, viele operative Aktivitäten finden jedoch in China statt. Um Handelsbarrieren und Zölle zu umgehen, hat Canaan zudem Produktionsstätten im Ausland errichtet, zuletzt auch in den USA.
In Kanada kooperiert Canaan nun mit dem in Calgary ansässigen Unternehmen Aurora AZ Energy Ltd., das sich auf die Entwicklung und den Betrieb von Energieinfrastruktur spezialisiert hat, um überschüssiges Gas in Strom für Hochleistungsrechner umzuwandeln.
Gemeinsam haben die beiden Unternehmen ein innovatives „Gas-to-Computing“-Pilotprojekt gestartet. Dabei wird Methangas, das bei der Öl- und Erdgasförderung entsteht, aufgefangen und in kostengünstigen Strom umgewandelt, der direkt neben den Bohrlöchern für den Betrieb von ASIC-Minern genutzt wird.
Gemeinsam entwickeln wir ein skalierbares Konzept, um abgefackeltes oder ungenutztes Erdgas direkt an der Quelle in produktive Energie umzuwandeln und so zuverlässige, kostengünstige Energie bereitzustellen und gleichzeitig zu globalen Nachhaltigkeitszielen beizutragen.
Jing Shan Zhou, CEO von Aurora AZ Energy Ltd.
blocktrainer.de