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Stablecoins Finanzkrise: FSB hält den Markt für unvorbereitet

source-logo  blockzeit.com 15 Oktober 2026 14:07, UTC
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  • Der FSB warnt, dass die Fragmentierung der Märkte die Rücknahme von Stablecoins in schweren Marktabschwüngen erschweren könnte.

Warnungen von Untergangspropheten der Wirtschaft finden mehr Gehör denn je, seit die USA die Schuldenmarke von 40 Billionen US-Dollar überschritten haben. Die Daten der US Debt Clock zeichnen ein alarmierendes Bild: Die Staatsverschuldung im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist von 34,69 % im Jahr 1980 und 55,82 % im Jahr 2000 dramatisch auf aktuell 122,77 % gestiegen. Das markiert einen Wendepunkt für die größte Volkswirtschaft der Welt. Infolgedessen haben auch Fiat-Währungen, insbesondere der US-Dollar, bei exponentiell steigender Inflation den Großteil ihrer Kaufkraft verloren.

Diese Faktoren schüren Zweifel an der Weltwirtschaft, treiben aber auch den Optimismus für harte Assets wie Gold und Bitcoin (BTC). Analysten wie Bitmine-Chair Tom Lee erwarten, dass die nächste Finanzkrise die Menschen wahrscheinlich dazu bringt, sich diesen alternativen Wertspeichern zuzuwenden, was im kommenden Bullenmarkt zu beispiellosen Gewinnen führen könnte.

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Für Stablecoins gilt das jedoch nicht. Diese Assets, die 1:1 an Fiat-Währungen gekoppelt sind, könnten schweren wirtschaftlichen Abschwüngen stark ausgesetzt sein.

Stablecoins und Finanzkrise: Hohe Risikokonzentration

Am Montag veröffentlichte der Financial Stability Board (FSB) einen Bericht mit dem Titel „Global Stablecoin Arrangements: Cross-border vulnerabilities and financial stability monitoring“. Das Papier warnte, dass der Stablecoin-Markt mit mehr als 300 Milliarden US-Dollar möglicherweise nicht auf eine globale Finanzkrise vorbereitet ist.

Das von den G20 gegründete internationale Gremium argumentiert, dass die konzentrierte Ausrichtung des Stablecoin-Marktes auf den US-Dollar ihn übermäßig anfällig für strukturelle Schwachstellen im US-Finanz- und Bankensystem macht. Fragmentierte grenzüberschreitende Regulierung könnte Rücknahmen dieser digitalen Assets erschweren. Marktpanik könnte die Lage noch verschärfen.

Stablecoins haben derzeit eine Marktkapitalisierung von rund 315,77 Milliarden US-Dollar und machen mehr als 8 % des Kryptomarkts aus. Fast 99 % davon sind an den US-Dollar gekoppelt, wobei Tethers USDT und Circles USDC die globalen Flüsse dominieren.

Der Aufruf des FSB zum Handeln

Der FSB bekräftigt seine früheren übergeordneten Empfehlungen aus dem Jahr 2023 und fordert die Regierungen auf, umfassend zusammenzuarbeiten, um Maßnahmen zu entwickeln, die verhindern, dass zugrunde liegende Risiken auf traditionelle und On-Chain-Märkte übergreifen.

Die Organisation forderte Regulierung, Aufsicht und Überwachung globaler Stablecoin-Arrangements. Der Rahmen soll eine umfassende Untersuchung darüber umfassen, wie sich diese Schwachstellen verringern und die Finanzstabilität sichern lassen.

Trotz seiner düsteren Aussagen erkennt der FSB den Nutzen von Stablecoins jenseits des Ein- und Ausstiegs in Krypto an. Die Organisation ist überzeugt, dass ihr wahres Potenzial für die Realwirtschaft weitgehend ungenutzt bleibt.

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