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ESMA-Kompromiss: Deutsche Boerse bleibt außerhalb der direkten Marktaufsicht

source-logo  kryptoszene.de 12 Oktober 2026 05:46, UTC
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Die vorläufige Einigung der EU-Finanzminister vom 9. Oktober zur Bündelung der Wertpapieraufsicht lässt große Handelsplätze wie Deutsche Boerse voraussichtlich außen vor.

Wie Crypto Briefing berichtet, wollen die Minister die Überwachung und Durchsetzung an den Wertpapiermärkten künftig bei der European Securities and Markets Authority, kurz ESMA, bündeln. Einige der großen Handels- und Post-Trade-Institute bleiben davon ausgenommen.

Die Lücke im Kompromiss

Nach Worten der Kommissarin für Finanzdienstleistungen, Maria Luís Albuquerque, würde die Kontrolle über große europäische Märkte mit der Reform erstmals von den nationalen Aufsichten auf die ESMA übergehen. Ausgerechnet Institute mit einem Großteil des Handelsvolumens nimmt der Kompromiss von dieser Verschiebung aus.

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Albuquerque sagte, die Kommission könne den Ansatz nicht unterstützen, weil er die Governance schwäche und die Aufsicht komplexer, teurer und doppelt mache. Sie hoffe, dass das Parlament einen ehrgeizigeren Vorschlag sucht.

Welche Institute über Deutsche Boerse hinaus außen vor bleiben, ist nicht bekannt.

Was der Kompromiss für den Kryptomarkt bedeutet

Geht das Paket wie verhandelt in Kraft, würden auch Krypto-Marktteilnehmer einer einzigen, mächtigeren EU-Aufsicht unterstehen. Die ESMA gibt den Takt für die Krypto-Regulierung in der EU bereits heute vor, zuletzt mit Fristen für Stablecoin-Ausgeber unter MiCA und Vorgaben zu Sicherheiten. Eine Zentralisierung der Wertpapieraufsicht würde diese Linie schlagkräftiger machen. Für deutsche Anbieter und Handelsplätze ändert die Ausnahme für Deutsche Boerse voraussichtlich wenig: Sie unterstehen bislang den nationalen Aufsehern, und genau dort bleibt die Zuständigkeit nach dem Stand der Verhandlungen auch künftig liegen.

Ob das Paket in dieser Form in Kraft tritt, hängt an der Zustimmung des EU-Parlaments.

kryptoszene.de