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XRP verteidigt knapp die 1-Dollar-Marke während CFTC eingreift

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$XRP-Rekordhoch fiel mit Abstimmung im Repräsentantenhaus zusammen

Ein Datum gibt dem gesamten Geschehen seinen Rahmen. Am 17. Juli 2025 stimmte das US-Repräsentantenhaus mit 294 zu 134 Stimmen für den CLARITY Act, alle republikanischen Abgeordneten votierten dafür. Genau an diesem Tag erreichte $XRP sein Allzeithoch von 3,65 Dollar. Seitdem hat der Token rund 72 Prozent an Wert verloren. Im Wochenvergleich liegt das Minus bei 2,9 Prozent, auf Monatssicht bei 8,7 Prozent. Der Senatsausschuss für Bankwesen hatte den Gesetzentwurf im Mai mit 15 zu 9 Stimmen durchgewunken, doch für eine Abstimmung im Plenum sind 60 Stimmen notwendig. Diesen Schwellenwert hat der Senat bislang nicht erreicht.

Warum ein Gesetz mehr zählt als ein Gerichtsurteil

Die rechtliche Grundlage für $XRP basiert bisher auf einem Gerichtsurteil, nicht auf einem Gesetz. Richterin Analisa Torres entschied im Juli 2023, dass $XRP, das anonym über Börsen gehandelt wird, kein Investmentvertrag ist. Gleichzeitig stellte sie fest, dass Ripples direkte Verkäufe an institutionelle Anleger gegen Registrierungspflichten verstießen. Ripple zahlte daraufhin eine Strafe von 125 Millionen Dollar.

Am 17. März veröffentlichten SEC und CFTC gemeinsam eine Auslegung, die Kryptowährungen in fünf Kategorien einteilt, darunter digitale Rohstoffe. Ein einzelnes Token wurde darin nicht namentlich genannt. Das Dokument verwies ausdrücklich auf den Gesetzgeber und bezeichnete sich selbst als Ergänzung zu den Bemühungen des Kongresses, einen umfassenden rechtlichen Rahmen für den Kryptomarkt zu schaffen. Der entscheidende Unterschied: Ein Gerichtsurteil kann eingeengt, eine behördliche Auslegung von der nächsten Kommission umgeschrieben werden. Ein Gesetz ist weitaus schwerer rückgängig zu machen. Genau diese Unsicherheit hält vorsichtige institutionelle Investoren weiterhin auf Abstand.

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CFTC handelt mit eigenem Treffen, Ripple sitzt mit am Tisch

Die CFTC hält am 20. August in Washington ihre erste Sitzung des Innovationsbeirats ab. Die Eröffnungssitzung beginnt um 13:30 Uhr Ortszeit unter dem Titel „Crypto’s Regulatory Evolution: From Uncertainty to Clarity“. Die zentrale Frage lautet, was die Behörde mit ihren bestehenden Befugnissen selbst regeln kann. Ripple-CEO Brad Garlinghouse gehört dem Beirat an, ebenso die Vorstandsvorsitzenden von Coinbase, Nasdaq und CME Group. Öffentliche Kommentare zur Sitzung können bis zum 27. August eingereicht werden.

SEC-Abstimmung und verzögerte Tokenisierungsausnahme

Parallel dazu stimmen die SEC-Kommissare am Freitag über vorgeschlagene Regeln für Krypto-Token-Emissionen ab. Eine separate Tokenisierungsausnahme im CLARITY Act hat sich erneut verzögert. Laut Eleanor Terrett, Moderatorin des Podcasts Crypto America, streiten Verhandlungsführer noch über diesen Teil des Gesetzentwurfs. Der frühere CFTC-Vorsitzende Chris Giancarlo sieht den Stillstand weniger dramatisch und argumentiert, dass Innovation auch ohne Gesetzgebung weitergeht. Für $XRP bleibt die Lage dennoch klar: Behördenregeln können den Markt stabilisieren, aber nur ein Gesetz kann institutionellen Anlegern die Sicherheit geben, auf die sie seit Juli 2025 warten.

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