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Kryptogesetz droht zu scheitern: Bitwise bleibt gelassen

source-logo  newsbit.de 05 August 2026 14:55, UTC
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Die Chancen, dass in den USA noch in dieser Woche ein wichtiges Kryptogesetz verabschiedet wird, schwinden zunehmend. Für den Vermögensverwalter Bitwise wäre das jedoch kein Rückschlag mit grundlegender Wirkung. Die Kryptobranche sei inzwischen so groß, dass politische Verzögerungen ihre weitere Entwicklung nicht mehr aufhalten könnten.

Aussichten auf Verabschiedung schwinden rapide

Die US-Kryptobranche wartet seit Jahren auf klare Regeln. Der CLARITY Act soll endlich festlegen, wann ein Coin unter die Aufsicht der Securities and Exchange Commission (SEC) fällt und wann die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) zuständig ist.

Für viele Kryptounternehmen ist diese Klarheit wichtig, weil die aktuelle Lage Rechtsunsicherheit schafft und Investitionen bremst.

Der Senat hat noch bis zum Beginn der Sommerpause Zeit, sich mit dem CLARITY Act zu befassen. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass das Gesetz erst 2027 wieder eine ernsthafte Chance bekommt, wenn dies in dieser Woche nicht geschieht. Nach der Sommerpause richtet sich die politische Aufmerksamkeit zunehmend auf die US-Zwischenwahlen.

Auch die Erwartungen an eine Verabschiedung sind in den vergangenen Monaten deutlich gesunken. Galaxy Research schätzt die Wahrscheinlichkeit, dass das Gesetz noch in diesem Jahr angenommen wird, auf rund 30 Prozent. Auf der Prognoseplattform Polymarket liegt sie inzwischen sogar bei etwa 13 Prozent, nach mehr als 75 Prozent zu Beginn des Jahres.

Chance auf Verabschiedung des CLARITY Act im Jahr 2026. Quelle: Polymarket

Nach Einschätzung mehrerer Analysten fehlt weiterhin ausreichende Unterstützung aus beiden großen US-Parteien. Vor allem Streitpunkte rund um Regeln für Decentralized Finance (DeFi), Geldwäscheprävention, Stablecoins und ethische Fragen verzögern den Prozess.

Bitwise bleibt zuversichtlich

Matt Hougan vom Vermögensverwalter Bitwise geht davon aus, dass ein Scheitern in dieser Woche nicht automatisch das Ende des CLARITY Act bedeuten würde. Seiner Einschätzung nach könnte der Gesetzentwurf im Laufe des Jahres noch in ein größeres Gesetzespaket aufgenommen werden.

Selbst wenn das ausbleibt, erwartet er keine gravierenden Folgen für die Entwicklung der Branche. SEC und CFTC haben bereits zu Beginn des Jahres gemeinsam mehr Klarheit beim Umgang mit verschiedenen digitalen Vermögenswerten geschaffen.

Zudem hat SEC-Chef Paul Atkins erklärt, die Behörde sei bereit, neue Regeln auszuarbeiten, die viele Themen des CLARITY Act abdecken.

Nach Hougans Einschätzung bleibt ein Gesetz des Kongresses am Ende dennoch die beste Lösung, weil Regeln von Aufsichtsbehörden leichter geändert oder vor Gericht angefochten werden können:

„Washington reagiert auf große technologische Umbrüche traditionell mit Verzögerung. Am Ende ist das oft weniger entscheidend, als viele annehmen“, schreibt er.

Er erwartet daher, dass sich der Kryptosektor in den kommenden Jahren unabhängig vom Ausgang des CLARITY Act weiterentwickeln wird:

„Es geht nicht mehr darum, ob Krypto im globalen Finanzsystem eine Rolle spielt. Diese Phase liegt längst hinter uns. Krypto hat inzwischen genug Dynamik, um den Finanzsektor noch über Jahrzehnte zu verändern.“

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