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Blockchain Association kritisiert Citadels Vorstoß, die Ausnahmeregelung der SEC für Krypto-Innovationen einzuschränken

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Die Blockchain Association wehrt sich vehement gegen einen Vorstoß von Citadel Securities, der ihrer Meinung nach die Krypto-Innovation in den Vereinigten Staaten bremsen könnte. Der Branchenverband argumentiert, dass Citadels Vorgehen einen wichtigen Weg der SEC schwächen würde, der es ermöglicht, dass neue Produkte und Handelsmodelle für digitale Vermögenswerte unter kontrollierten Bedingungen auf den Markt kommen.

Worum es bei dem Streit geht

Im Mittelpunkt der Kontroverse steht der „Innovations“- oder „Ausnahmeregelungs“-Weg der SEC, der Unternehmen begrenzte Erleichterungen von bestimmten Vorschriften gewährt, während sie neue Technologien testen. Laut der Blockchain Association ist ein solches flexibles Verfahren unerlässlich für Blockchain-Initiativen, die nicht eindeutig unter die aktuellen Wertpapiergesetze fallen. Sie warnt davor, dass eine Einschränkung dieses Weges es für Börsen und Start-ups schwieriger machen würde, Experimente im Inland durchzuführen, anstatt ihre Aktivitäten ins Ausland zu verlagern.

Citadel Securities soll die SEC dazu gedrängt haben, diese Art von Erleichterungen für kryptofokussierte Plattformen zu verschärfen oder zurückzunehmen. Der Hochfrequenzhandelsriese ist ein wichtiger Akteur auf den traditionellen Aktien- und Optionsmärkten und tendiert dazu, strenge, einheitliche Regeln für Handelsplätze zu bevorzugen. Die Association argumentiert, dass diese Haltung für reife Märkte funktionieren mag, aber nicht zu den schnelllebigen Krypto-Netzwerken passt, die noch Raum zum Testen und Iterieren brauchen.

Die Argumente der Blockchain Association gegen Citadel

In ihrer Antwort stellt die Blockchain Association Citadels Vorstoß als Versuch dar, etablierte Akteure vor der Konkurrenz durch Blockchain-basierte Marktmodelle zu schützen. Sie behauptet, dass etablierte Firmen bereits von Regulierungsstrukturen profitieren, die sie mitgestaltet haben, während Krypto-Handelsplätze mit größerer Unsicherheit und höheren Kosten konfrontiert sind. Die Abschaffung oder Einschränkung von Innovationsausnahmen würde diesen Vorteil zementieren und neue Marktkonzepte rund um Tokenisierung und 24/7-Handel bremsen.

1/ Heute haben wir eine Antwort an die @SECGov eingereicht, in der wir die Argumente von @Citadel gegen tokenisierte US-Aktien und DeFi-Handelsprotokolle widerlegen.

Diese Stellungnahme ist Teil der umfassenderen Bemühungen der BA zur Tokenisierung, im Anschluss an die jüngste Aussage von @SummerMersingerund den Start unserer… pic.twitter.com/aU9LkhGaA3

— Blockchain Association (@BlockchainAssn) 6. April 2026

Die Gruppe betont zudem, dass Innovationsausnahmen keinen „Freifahrtschein“ darstellen. Unternehmen müssen weiterhin die Vorschriften zum Anlegerschutz befolgen, detaillierte Pläne vorlegen und der SEC über Testergebnisse Bericht erstatten. Nach Ansicht der Association ermöglicht dieses Gleichgewicht den Regulierungsbehörden, Experimente in der Praxis zu beobachten, anstatt alles in eine Ja-oder-Nein-Entscheidung zu zwingen, bevor überhaupt Daten vorliegen.

Das Ergebnis dieser Diskussion wird darüber entscheiden, ob Kryptowährungsunternehmen in den Vereinigten Staaten unter behördlicher Aufsicht neue Produkte testen können, wie zum Beispiel tokenisierte Wertpapiere, innovative Matching-Engines oder On-Chain-Abwicklung. Mehr Entwickler könnten sich dafür entscheiden, hier Pilotprojekte durchzuführen, anstatt in freundlichere Rechtsräume abzuwandern, wenn die SEC einen flexiblen Ausnahmeregelungsweg beibehält. Viele könnten zu dem Schluss kommen, dass eine Markteinführung im Ausland schneller und sicherer ist, wenn dies die strengere Strategie von Citadel unterstützt.

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