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Regulation Crypto Assets: Diesen bullischen Plan verfolgt die SEC

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Regulation Crypto Assets: Diesen bullischen Plan verfolgt die SEC

Die US-amerikanische Börsenaufsichtsbehörde SEC kündigt einen neuen Plan zur Regulierung von Kryptowährungen an. Der Branche wolle man in Kürze detailliert offenlegen, welche Kryptos als Wertpapiere eingestuft werden und deshalb strengeren Vorschriften unterliegen.

Der Rest des Marktes werde dann große Freiheiten genießen. SEC-Chef Paul Atkins kündigte zudem an, die Behörde zurück zu ihren Wurzeln zu führen. Künftig werde man sich nur noch um die Beaufsichtigung des Wertpapiermarktes kümmern, statt in die unterschiedlichsten Bereiche der Industrie einzugreifen. Der US-Finanzmarkt könne so freier und innovativer werden.

In einer Pressemitteilung gab die SEC gestern bekannt, gemeinsam mit der CFTC ein neues Regulierungskonzept erarbeitet zu haben. Die CFTC ist eine weitere Aufsichtsbehörde, die für die Regulierung von Rohstoffen verantwortlich ist.

TODAY 🚨: The Commission issued an interpretation that clarifies the application of federal securities laws to crypto assets.

This is a major step to provide greater clarity regarding the Commission’s treatment of crypto assets.

Read the release here: https://t.co/DDykVLHZQI pic.twitter.com/zbLFS2JH6g

— U.S. Securities and Exchange Commission (@SECGov) March 17, 2026

Das neue Konzept sei wichtig, um rechtliche Klarheit zu schaffen. Industrie und Anleger sollen demnach schon im Vorhinein problemlos feststellen können, wo die rechtlichen Grenzen liegen. Von der Regulierung durch Strafen, wie sie noch unter dem letzten SEC-Chef Gensler üblich war, nimmt die Behörde nun Abstand.

“Nach mehr als einem Jahrzehnt der Ungewissheit wird diese Interpretation den Marktteilnehmern Klarheit darüber verschaffen, wie die Kommission Kryptowährungen nach den Wertpapiergesetzen des Bundes behandelt”, gab Atkins zum Besten.

“Außerdem wird darin anerkannt, was die vorherige Regierung nicht anerkennen wollte – nämlich, dass die meisten Kryptowährungen keine Wertpapiere sind”, setzt der Vorsitzende fort.

Um Kryptos strengerer Regeln zu unterwerfen, hatte die SEC bis 2025 viele digitale Währungen zu Investmentverträgen deklariert. Als Teil der Kategorie “Wertpapiere” unterlagen sie dann offiziell den Eingriffen der SEC.

“Diese Initiative dient als wichtige Brücke für Unternehmer und Investoren, während der Kongress daran arbeitet, eine parteiübergreifende Gesetzgebung zur Marktstruktur voranzubringen, die ich gemeinsam mit dem [CFTC-]Vorsitzenden Selig in naher Zukunft umsetzen möchte”, so Atkins.

Damit nimmt er Bezug auf den weiterhin in Arbeit befindlichen Gesetzesentwurf CLARITY, der als umfassende Grundlage für Krypto in den USA gilt. Das Gesetz trifft im Senat auf einigen Widerstand.

CFTC-Chef Selig will Krypto florieren sehen

Auch Michael Selig, der Vorsitzende der CFTC und damit ein wichtiger Partner bei der Regulierung von Krypto für Atkins, äußerte sich. Selig möchte Krypto in den USA florieren sehen. Die neue Einigung sei dafür ein wichtiger Schritt.

“Viel zu lange haben amerikanische Entwickler, Innovatoren und Unternehmer auf klare Leitlinien zum Status von Kryptowährungen im Rahmen der Bundesgesetze für Wertpapiere und Rohstoffe gewartet. Heute hat das Warten ein Ende”, erklärte Selig.

“Atkins und ich setzen uns für die Schaffung eines regulatorischen Umfelds ein, das es der Krypto-Branche ermöglicht, in den Vereinigten Staaten zu florieren”, machte er unmissverständlich klar.

Die Kryptobranche bezeichnete er dabei als “Zukunft der Finanzwelt”. Atkins und Selig haben demnach eine Krypto-Taxonomie entwickelt – ein Konzept zur Kategorisierung unterschiedlicher digitaler Anlagen.

Demnach unterteilt man den Markt in digitale Rohstoffe, digitale Sammelgegenstände, digitale Werkzeuge, Stablecoins und digitale Wertpapiere. Digitale Wertpapiere sind klassische Wertpapiere, die erfolgreich tokenisiert wurden. Sie unterliegen als einzige Tokenart den Wertpapiergesetzen.

Außerdem legt man dar, wann eine Kryptowährung ein Teil eines Investmentvertrages sein kann und wann nicht – obwohl die zugrundeliegende Anlage selbst nicht als Wertpapier eingestuft wird.

Auch weitere Fragen zur Krypto-Regulierung wolle man aufklären – etwa wie Airdrops, Mining, Staking und sogenanntes Krypto-Wrapping von den Regulierungsbehörden behandelt werden.

Das genaue Konzept werde schon bald offengelegt und für jedermann auf der Domain Sec.gov einsehbar. Für die USA könnte sich dieser Schritt als großer Fortschritt erweisen. Der US-Markt ist bereits jetzt ein wichtiger Standort der Kryptobranche. Bisher fehlt es ihm jedoch maßgeblich an Rechtssicherheit.

SEC macht Krypto weitere Zugeständnisse

Zusätzlich plant die SEC, Krypto noch weitere Zugeständnisse zu machen. In einer Rede auf dem DC Blockchain Summit kündigte Atkins einige Schritte zur Lockerung der Regulierung und zur Förderung der Kryptobranche an.

Our interpretation on crypto assets—grounded in existing law and informed by extensive public input—acknowledges what the former administration refused to recognize…

Most crypto assets are not themselves securities.pic.twitter.com/fbHan0vmmb

— Paul Atkins (@SECPaulSAtkins) March 17, 2026

Krypto könne man mit Ausnahmeregelungen fördern, indem die Regulierung etwa auf ein Minimum reduziert wird, solange es sich um ein Jungunternehmen handelt. Die Kapitalbeschaffung von jungen Firmen lasse sich ähnlich lockern.

Die SEC könne zudem eine Sicherheitsgarantie an die Entwickler von Kryptowährungen ausstellen, um diesen rechtssicher klarzulegen, dass ihre Kryptowährung laut Gesetz kein Wertpapier ist. Atkins bezeichnet diese Idee als “Investment Contract Safe Harbor.”

Die von SEC und CFTC vorangetriebenen Entwicklungen folgen auf ein Dekret des US-Präsidenten Donald Trump. Jener hatte im Januar 2025 unterschiedliche Behörden mit dem Ziel beauftragt, die Vereinigten Staaten zum wichtigsten Krypto-Standort der Erde zu entwickeln.

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