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Cardano-Erfinder Hoskinson lässt kein gutes Haar am geplanten US-Krypto-Transparenzgesetz

source-logo  crypto-news-flash.com 05 März 2026 11:17, UTC
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  • Cardano‑Gründer Charles Hoskinson hat den Entwurf des Digital Asset Market Clarity Act ungewöhnlich heftig attackiert und ihn als „entsetzlichen Müll“ bezeichnet.
  • Das Gesetz soll einen umfassenden Regulierungrahmen für Digital-Assets schaffen, doch Hoskinson sieht darin eine fundamentale Fehlkonstruktion.

Charles Hoskinson sagt, neue Krypto-Assets würden erst einmal automatisch als Wertpapiere gelten, was der SEC die Zuständigkeit zuschanze und dass die Beweislast des Gegenteils vollständig bei Entwicklern und Projekt-Betreibern liege.

Er argumentiert, dass selbst etablierte Netzwerke wie Cardano, Ethereum oder XRP in ihren frühen Phasen unter diese Einstufung gefallen wären und damit kaum eine Chance gehabt hätten, sich zu entwickeln.

SEC‑Dominanz als Kernproblem

Hoskinson warnt, dass der Entwurf der SEC weitreichende Befugnisse einräumt, die über das hinausgehen, was die Branche bisher erlebt habe. Die vorgesehene Trennung zwischen digitalen Commodities unter Aufsicht der CFTC und digitalen Wertpapieren unter Aufsicht der SEC hält er für gefährlich.

Er bezeichnet die Struktur als ein System, das einer aus seiner Sicht feindseligen Behörde zusätzliche Angriffspunkte verschaffe. Besonders kritisch sieht er, dass der Weg vom Wertpapier zur Commodity zwar formal existiert, in der Praxis aber von der späteren Regelsetzung der SEC abhängt.

Dadurch könnten Verzögerungen, unklare Definitionen und schwer erfüllbare Voraussetzungen entstehen, die neue Projekte ausbremsen und Innovation in den USA behindere.

Kein Vertrauen in die Politik

Neben der technischen Kritik richtet Hoskinson den Blick auf die politische Dimension. Er wirft der aktuellen US‑Regierung vor, widersprüchlich zu handeln und die Branche nicht ernsthaft einzubinden.

Einladungen ins Weiße Haus waren kurzfristig zurückgezogen worden, was er als Zeichen mangelnder Verlässlichkeit wertet.

Sollte die demokratische Partei die nächste Wahl gewinnen, befürchtet er, dass der Clarity Act zu einem Instrument werden könnte, das die Branche strukturell schwächt und die SEC weiter stärkt.

Branche uneinig

Die Reaktionen auf Hoskinsons Aussagen zeigen eine deutliche Spaltung. Während er den Clarity Act als Rückschritt betrachtet, unterstützen andere Branchenvertreter wie Ripple‑CEO Garlinghouse das Gesetz. Sie sehen es als Fortschritt gegenüber dem bisherigen regulatorischen Flickenteppich.

Die Debatte verdeutlicht, wie unterschiedlich die Interessen innerhalb der US‑Kryptobranche sind und wie stark die Frage der Regulierungszuständigkeit die Branche prägt.

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