Die britische Finanzaufsichtsbehörde hat vier Unternehmen ausgewählt, um Stablecoin-Dienste unter den vorgeschlagenen Vorschriften zu testen. Das Sandbox-Programm wird in die endgültigen britischen Stablecoin-Vorschriften einfließen, die für Ende 2026 erwartet werden.
Revolut unter den Teilnehmern des FCA-Stablecoin-Tests
Die Finanzaufsichtsbehörde hat vier Unternehmen ausgewählt, die an ihrem Stablecoin-Regulatory-Sandbox-Programm teilnehmen sollen, was einen wichtigen Schritt bei der Gestaltung des Krypto-Rahmens im Vereinigten Königreich darstellt. Aus 20 Bewerbern wählte die FCA Monee Financial Technologies, Restabilise, Revolut und VVTX aus, um zu testen, wie ihre Stablecoin-Modelle unter den vorgeschlagenen Regulierungsstandards funktionieren.
Die Initiative ist Teil der umfassenderen Bemühungen der FCA, ein Gleichgewicht zwischen Innovation und Verbraucherschutz herzustellen. Durch die Regulatory Sandbox können Unternehmen Produkte unter realen Bedingungen testen und dabei innerhalb festgelegter Sicherheitsvorkehrungen operieren. Die Regulierungsbehörde wird sich in erster Linie auf die Ausgabe von Stablecoins konzentrieren und Anwendungsfälle aus den Bereichen Einzelhandelszahlungen, Großhandelsabwicklung und Krypto-Handelsinfrastruktur untersuchen.
Die Tests beginnen im ersten Quartal 2026. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen direkt in das endgültige Regelwerk der FCA für Stablecoins ein, das später im Jahr erwartet wird.
Matthew Long, Direktor für Zahlungen und digitale Vermögenswerte bei der FCA, sagte, das Programm sei darauf ausgelegt, sicherzustellen, dass Stablecoins für Zahlungen, Abrechnungen und den Handel vertrauenswürdig sind. Er fügte hinzu:
Es wird den Verbrauchern und Finanztransaktionen zugutekommen und dazu beitragen, die Strategie der FCA und die nationale Zahlungsvision der Regierung umzusetzen.
Die Sandbox ergänzt parallele Initiativen wie die Digital Securities Sandbox und unterstreicht das Bestreben des Vereinigten Königreichs, sich als regulierter Knotenpunkt für digitale Vermögenswerte und nicht als spekulativer Außenposten zu positionieren. In der Praxis bedeutet dies, dass Unternehmen direktes Feedback von FCA-Spezialisten erhalten, während die Regulierungsbehörden beobachten, wie Stablecoin-Reserven, Governance und operative Kontrollen in Live-Umgebungen funktionieren. Diese praktische Aufsicht könnte sich als entscheidend erweisen, da weltweit darüber diskutiert wird, wie streng dollargebundene Token reguliert werden sollen.
Der maßvolle Ansatz des Vereinigten Königreichs sticht hervor. Anstatt sich auf eine vollständige Zulassung oder weitreichende Beschränkungen zu stürzen, entscheiden sich die Regulierungsbehörden für strukturierte Experimente. Für einen Sektor, der oft wegen regulatorischer Unsicherheit kritisiert wird, könnte Klarheit wertvoller sein als Schnelligkeit.
FAQ 🇬🇧
- Welche Unternehmen wurden für die FCA-Stablecoin-Sandbox ausgewählt? Die FCA wählte Monee Financial Technologies, Restabilise, Revolut und VVTX aus 20 Bewerbern aus, um Stablecoin-Dienste unter den vorgeschlagenen britischen Vorschriften zu testen.
- Wann beginnen die Stablecoin-Tests in Großbritannien? Die Tests der FCA im Rahmen der Regulatory Sandbox für die Ausgabe von Stablecoins sollen im ersten Quartal 2026 beginnen.
- Was ist der Zweck der FCA-Stablecoin-Sandbox? Die Sandbox ermöglicht es Unternehmen, Stablecoin-Produkte unter realen Bedingungen zu testen, damit die Regulierungsbehörden klare, wirksame und innovationsfreundliche Regeln ausarbeiten können.
- Wie wird sich dies auf die britische Stablecoin-Regulierung im Jahr 2026 auswirken? Die Ergebnisse der Sandbox werden direkt in den endgültigen Stablecoin-Regulierungsrahmen des Vereinigten Königreichs einfließen, der für Ende 2026 erwartet wird.